IFK: Jänner-Vorträge über Armut, Kino-Kriegsbilder und Auschwitz

Wien (OTS) - Ein dichtes Programm für kulturhistorische Interessierte bietet im laufenden Monat die Vortragsschiene des Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) an.

Darum bemüht, aktuelle Entwicklungen wissenschaftlich facettenreich zu reflektieren, gibt es nachmittags am 18. Jänner etwa eine Tagung zum Thema "Unterschicht. Geschichte und Gegenwart der "Armut". Ausgerichtet von Lutz Musner beschäftigen sich Rebekka Habermas, Rolf Lindner, Wolfgang Maderthaner und Sighard Neckel mit einer gesellschaftlichen Entwicklung, die europaweit etwa vor zwei Jahren, als es in Paris zu den wochenlangen Unruhen in den Banlieues gekommen war. Zugleich wird bei dieser Tagung ein entsprechender, vom IFK herausgegebener Sammelband zu dieser umfangreichen Thematik präsentiert. (18.1.: 14.00 bis 18.30 Uhr)

Bei traditionellem Gratis-Eintritt gibt es am 21. Jänner ein hörenswertes Referat von Il-Tschung Lim, der sich mit dem Phänomen jüngster Kriegsfilme aus dem Hause Hollywood auseinandersetzt. Eine These aus den Überlegungen des Wissenschaftlers: Besagtes Interesse an Krieg dürfte in gewisser Weise als Korrektur unübersichtlicher Zustände gedeutet werden bzw. auch als Vorboten eines neuen, seltsam ortlosen Patriotismus. (21.1.: ab 18.00 Uhr)

Weiters auf dem Programm des IFK: Am 23. Jänner ein nachmittäglicher Workshop über von Häftlingen im Jahr 1944 angefertigte Auschwitz-Bilder, die speziell in Frankreich eine Debatte über die (Un)Darstellbarkeit des Holocaust ausgelöst haben. Hierzu werden der Wiener Historiker Anton Holzer und der Kunsthistoriker Peter Geimer Stellung beziehen, Karoline Feyertag über die Debatte in Frankreich berichten. (23.1.: 15.00 bis 19.00 Uhr) Am 28. Jänner wird noch Ulf Hannerz über "The geocultural imagination: scenarios and story lines" referieren. (28.1.: ab 18.00 Uhr)

o Details auch unter: www.ifk.ac.at/ Ort: IFK (1., Reichsratstrasse 17) Tel.: 504 11 26

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