KURIER-Kommentar von Andrea Hodoschek: "Palmen auf den Almen"

Österreichs Tourismus könnte vom Klimawandel durchaus profitieren.

Wien (OTS) - Diesen Winter schaut’s im Gegensatz zum Vorjahr mit dem Schnee ganz gut aus und die Tourismuswirtschaft jubelt über ausverkaufte Betten. Was allerdings den Nachteil hat, dass die Bereitschaft, sich langfristig Gedanken zu machen, sofort wieder kleiner wird. Mit Zukunftsszenarien will sich eben keiner gerne beschäftigen, solange die Hütte ohnehin voll ist.
Sollte man aber. Zwar kann heute keiner genau sagen, wie viel Grad es in 20 Jahren auf Österreichs Almen haben wird, aber derzeit muss davon ausgegangen werden, dass die Prognosen über die künftige Erderwärmung tendenziell stimmen. Ein Grad auf oder ab spielt da auch keine Rolle mehr.
Im Großen und Ganzen könnte Österreich - im Tourismus jedenfalls -von der Erderwärmung sehr wohl profitieren. Wenn’s in den Mittelmeer-Regionen noch heißer wird und Spanien afrikanische Klimaverhältnisse bekommt, wird die Zahl jener, die sich bei gemäßigten Temperaturen erholen wollen, vermutlich auch steigen. Das jahrzehntelang schon diskutierte Revival der alten Sommerfrische könnte endlich stattfinden. Auf breiter Basis sogar und nicht nur als Nischenprogramm.
Schwieriger wird’s freilich im Winter, aber auch hier gibt es bereits viele gute Ideen. Diese müssten halt nur rechtzeitig umgesetzt werden.

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