ARBÖ : Ohne Herstellergarantie keine höhere Beimischungsquote zu Benzin

Biogene Beimischungen zu Treibstoffen sind kritisch zu hinterfragen

Wien (OTS) - Die Autohersteller garantieren derzeit, dass eine Beimischung von 5 Prozent Ethanol zu Benzin, wie sie jetzt ja zugemischt wird, bedenkenlos möglich ist. "Ohne entsprechende Herstellergarantien darf es auf keinen Fall eine noch höhere Beimischungsquote von 10 Prozent geben", stellt der ARBÖ klar. Sonst müssten Autofahrer mit älteren Modellen Nachteile bei Ventilen und Benzinpumpen in Kauf nehmen oder die viel teurer Benzinsorte Superplus tanken. Das wäre eine Mehrbelastung von 270 Millionen Euro pro Jahr oder umgerechnet 3,7 Mrd. Schilling.

Nach Informationen der ARBÖ-Techniker verkraften alle Benzin-Autos eine Zumischungsquote von 5 Prozent derzeit problemlos. Manche jüngere Autos - etwa bei VW und Mercedes die seit 2006 auf den Markt angebotenen Modelle - vertragen schon 10 Prozent. In Deutschland wird eine generelle Zumischung von 10 Prozent Ethanol zu Benzin ab 2009 diskutiert. Diese Diskussion ist nun auf Österreich übergeschwappt, weil Österreich genauso wie Deutschland, fürs Jahr 2010 das Ziel anpeilt, dass 10 Prozent aller Treibstoffe biogen sein müssen.

"Man muss sich schon fragen, ob solche Beimischungslösungen, die den Autofahrern immer viel Geld kosten, ökologisch überhaupt Sinn machen", so der ARBÖ. Schließlich gibt es immer massivere Kritik von Umweltschützern, wonach es umweltmäßig wenig Sinn macht, ganze Tropenwälder zu roden, um Palmöl für Biodiesel anzupflanzen oder Biodiesel durch die halbe Welt zu transportieren. Dass die Nachfrage nach biogenen Treibstoffen zu stolzen Preiserhöhungen für Weizen (Brot), Tortillas (Mexiko) und Popcorn (USA) geführt haben, ist ebenfalls eine Tatsache.

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