Bayr: Auch EU erkennt jetzt negative Folgen von Biosprit

Bayr für EU-weites Zertifizierungssystem nach ökologischen und sozialen Kriterien

Wien (SK) - "Es ist erfreulich, dass jetzt auch in der EU endlich eine Diskussion über die negativen Folgen von Biosprit geführt wird", erklärte SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bayr unterstützt daher auch die Forderung von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas nach einer Einführung von Öko-Zertifikaten. Allerdings müssten in einem EU-weiten Zertifizierungssystem auch soziale Kriterien Berücksichtung finden. Die Biosprit-Produktion darf nicht zur Absiedlung kleiner Bauern, die damit ihre Lebensgrundlagen verlieren, und zum Hochtreiben der Nahrungsmittelpreise führen. Solange es dieses System nicht gibt, sollte aus Sicht der SPÖ-Abgeordneten ein Moratorium für das Zehn-Prozent-Ziel der EU bei Biosprit in Erwägung gezogen werden. ****

Um Land für den Anbau von Ölpalmen zu gewinnen, würden in Indonesien Jahr für Jahr laut einer Studie durch (großteils absichtlich gelegte) Torf- und Waldbrände etwa 1.400 Mio. Tonnen CO2 freigesetzt. Das entspricht dem Fünffachen jener Menge Treibhausgase, welche die Industriestaaten laut Kioto-Protokoll bis 2012 zum Basisjahr 1990 reduzieren sollen. Indonesien sei somit weltweit zum drittgrößten Treibhausgas-Emittenten hinter den USA und China geworden. "Indem wir Regenwälder abholzen, um Platz für Energiepflanzen zu schaffen, werden wir die Klimakatastrophe keinesfalls lösen. Das kann keine Antwort sein", machte die SPÖ-Abgeordnete deutlich. (Schluss) ps

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