Lichtenecker: Bartenstein mit der Gießkanne in der Ökostromwüste

Österreich braucht Gesamtwurf für den Ökostromausbau

Wien (OTS) - "Wir brauchen einen innovativen und intelligenten Gesamtwurf für den Ausbau des Ökostroms in Österreich und nicht den wackeligen Rohbau bei der Baustelle Ökostrom aus Biogas", so Ruperta Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen und weiter: "Minister Bartenstein läuft jetzt vor der Niederösterreichwahl mit der Gießkanne durch die österreichische Ökostromwüste. Die derzeit in Not geratenen Biogasanlagen sind zu unterstützen, dies darf jedoch nicht auf Kosten des Ausbaus von neuen Ökostromanlagen und von Zukunftstechnologien passieren", fordert Lichtenecker.

Aufgrund des derzeitigen katastrophalen Ökostromgesetzes kam der Ausbau von Ökostrom seit 2006 zum Erliegen. Von den 17 Millionen Fördermittel für Neuanlagen 2007 sind elf Millionen Euro aufgrund fehlender Planungs- und Investitionssicherheit für Ökostromanlagenbetreiber übrig geblieben. "Es ist ein Skandal, dass die Regierung hofft weitere neun Millionen Euro zu ergattern - auf Kosten des Ausbaus von Neuanlagen in 2008", kritisiert Lichtenecker. "Wir brauchen so rasch wie möglich eine neues Ökostromgesetz nach Vorbild des deutschen Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), mit einer Abnahmegarantie für Ökostrom, fairen Tarifen, einer Verlängerung der Förderlaufzeiten auf 20 Jahre und das Konzentrieren auf Zukunftstechnologien und volkswirtschaftliche Effizienz. Die Regierung fährt bei Ökostrom die Nullvariante und vergisst dabei auf Klimaschutzziele, Ausbauziele im Bereich Erneuerbare, die Schaffung von Energieversorgungssicherheit, mittelfristige Stabilisierung des Strompreises und die Schaffung von Arbeitsplätzen," schließt Lichtenecker.

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