Mölzer: Der Islam als eine der monotheistischen Weltreligionen verdient unseren Respekt

Der Islamisierung Europas, islamischem Fundamentalismus und Terrorismus sowie islamistischer Frauendiskriminierung gilt unser Abwehrkampf

Wien (OTS) - In Rückblick auf die beim gestrigen Neujahrstreffen der FPÖ getätigten Aussagen über den Islam zeigt sich der Europaabgeordnete Andreas Mölzer um eine differenzierte Sichtweise bemüht. "Den Islam als solchen als Übel anzusehen, halte ich nicht wirklich für angebracht. Die gemeinsamen Wurzeln des Islam mit dem Christentum und dem Judentum als abrahamitische Religionen weisen durchaus auch auf Überschneidungen mit unseren Wertevorstellungen. Der Islam mit seinen fast 1,3 Milliarden Anhängern als zweitgrößte Religion der Welt kann auf Traditionen und Errungenschaften zurückblicken, die unser christliches Abendland wesentlich mitgeprägt haben. Die kulturellen Leistungen - ob (der historische) Moscheenbau, Miniaturenmalerei, aber auch Kalligraphie - sind Schöpfungen einer Hochkultur, die der gebildete Mensch nicht missen will. Ebenso die wissenschaftlichen Leistungen der arabischen Kultur in Medizin, Mathematik und Astronomie wird niemand ernsthaft in Abrede stellen. Wir Europäer müssen jenen Kulturen, die einen islamischen Hintergrund haben, durchaus Respekt zollen", hält der freiheitliche Europaabgeordnete fest und sieht das in keinerlei Widerspruch zu den Positionen der Grazer FPÖ-Spitzenkandidatin Dr. Susanne Winter.

"Im Gegensatz zum Christentum stellt aber der Islam auch heute noch ein Denksystem dar, das alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringt. Er hat noch keine Form der Aufklärung erlebt. Hierin liegt zweifelsohne das größte Problem. Muslime, die in Europa leben wollen, müssen akzeptieren, daß weder für die Scharia, also die religiöse Auslegung des Rechts, noch für die Diskriminierung der Frauen in unserer von der Aufklärung geprägten Kultur Platz ist", mahnt Mölzer.

"Ich kann die Spitzenkandidatin der Grazer FPÖ, Susanne Winter, gerade als Frau durchaus dahingehend verstehen, daß ihr der Versuch der massiven Einflußnahme islamistischer Kreise in Europa und Österreich ein Dorn im Auge ist. Dass von moslemischen Fundamentalisten, die vor Terror nicht zurückschrecken, man denke an die Anschläge von Madrid und London, eine massive Gefahr für unsere gesellschaftliche Ordnung ausgeht, wird ebenso niemand in Abrede stellen können. Es gilt, die abendländische Tradition zu retten, unsere Werte und unser Rechtssystem sowie den freiheitlich-demokratischen Pluralismus mit Vehemenz zu verteidigen", hebt der freiheitliche Europaabgeordnete Andreas Mölzer in seiner Stellungnahme hervor.

"Auch wenn von Vertretern des Islam regelmäßig wiederholt wird, die Rolle der Frau wäre in ihrer Religion gleichberechtigt, legen unzählige Berichte gegenteilige Zeugnisse ab. Man denke nur an die aus den Niederlanden geflüchtete Politikerin Ayaan Hirsi, die ob ihrer fundierten Kritik am Islam zur Zielscheibe militanter Islamisten geworden ist. Es ist durchaus verständlich, daß Frau Doktor Winter in diesen Fragen emotional wird. Tatsächlich fühlen sich heute in Europa viele Frauen von religiösen Fanatikern bedrängt und fürchten, ihre ihnen zustehende Rolle in der Gesellschaft nicht verteidigen zu können. Wir werden ständig mit Berichten über Zwangsverheiratungen bis hin zu Genitalverstümmelungen an Frauen konfrontiert. Dies geschieht fast ausschließlich mit islamischem Hintergrund. In solchen Bereichen zeigt sich deutlich, dass zwischen den europäischen Leitkulturen und dem politisierenden radikalen Islam massive Auffassungsunterschiede bestehen.", erklärt Mölzer.

Zu den historischen Aussagen Winters meinte Mölzer, wer etwa die Weihnachts-Ausgabe des "Spiegels" gelesen habe mit seiner fundierten Reportage über die Bedeutung des Korans und die Theorien über seine Entstehung, wisse, daß man den Propheten nicht so einfach als kriegslüsternen Epileptiker und Kinderschänder darstellen könne. Wer sich mit der Historie intensiver beschäftigt hat, weiß ebenso, daß die Verheiratung von Kindern im Mittelalter nichts Außergewöhnlich es war. Auch bei abendländischen Herrschern - von den Merowingern bis zu den Habsburgern- war die Verheiratung von Kindern nichts Unübliches", erläutert Mölzer.

"Selbstverständlich werde ich Susanne Winter als einzige Alternative für Graz auch weiterhin unterstützen. Wenn der Streß des Wahlkampfes sich gelegt hat, werde ich mit ihr ein persönliches Gespräch suchen, damit wir den prinzipiellen Zugang der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft zum Islam ausführlicher erörtern können", schloß der freiheitliche Europaabgeordnete Andreas Mölzer.

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