Rudas: Wir müssen lernen, Gewalt frühzeitig zu erkennen!

Jugendliche dürfen keinesfalls pauschal verurteilt werden

Wien (SK) - "Der Anstieg der angezeigten Jugendstrafdelikte gegenüber dem Vorjahr ist nicht erfreulich und verlangt nach Lösungen. Wir müssen lernen, anbahnende Gewalt zu erkennen und wissen, was dann zu tun ist. Wir dürfen nicht warten bis es brennt", so die SPÖ Kinder- und Jugendsprecherin Laura Rudas am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Jugendliche pauschal zu verurteilen ist der falsche Weg. Es könnte der Eindruck entstehen, als hätte Gewalt immer etwas mit Jugendlichen zu tun - doch Kinder und Jugendliche sind öfter Opfer wie Täter", so Rudas weiter. Europaweit seien sich Experten zudem einig, dass die konventionellen, rechtlichen Maßnahmen meist nicht ausreichen, um Jugendkriminalität einzudämmen, sondern dass Prävention statt Strafe ein viel wirksameres Mittel sei. ****

"Wenn wir es ehrlich meinen mit Maßnahmen gegen Gewalt, muss unser vorrangiges Interesse sein, dass man die Ursachen dafür kennt. Fest steht, dass der Druck auf Kinder und Jugendliche immer größer wird. Jedem Kind und jedem Jugendlichen soll eine altersgerechte Kindheit und Jugend zugestanden werden", fordert Rudas.

Gefährlich sei es zudem, wenn junge Menschen das Gefühl bekommen, nichts mehr zu verlieren zu haben - diese Hoffnungslosigkeit dürfe nicht auftreten, sondern sie müsse den Jugendlichen genommen werden. Umso begrüßenswerter sind alle Maßnahmen im Ausbildungs- und Beschäftigungsbereich", betont die Abgeordnete. "Auch die Vorbildfunktion von Erwachsenen darf nicht außer Acht gelassen werden - Gewalt muss in unserer Gesellschaft klar verurteilt werden und darf keinesfalls als männliche Tugend oder Zeitgeist-Erscheinung gesehen werden, sondern muss als verfehltes Verhalten gelten", meint Rudas abschließend. (Schluss) sl/mm

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