Moser: Faymann muss bei ÖBB-Spekulationen vom Überlegen endlich zum Handeln kommen!

Grüne: Verbesserungen für Fahrgäste dulden keinen Aufschub - Minister muss Gagenkaisern bei ÖBB Beine machen

Wien (OTS) - "Im Interesse der Fahrgäste und einer positiven Bahn-Zukunft in Österreich erwarte ich, dass der Minister und seine Gewährsleute einen Zahn zulegen. Dass sich die Bahnpolitik der Regierung auch nach einem Jahr immer noch weithin in PR, Postenschacher und Immobiliengeschäften erschöpft statt Richtung Kundeninteressen umzusteuern, ist ein Armutszeugnis. Dazu kommen noch monatelange Nachdenkpausen über die Spekulationsgeschäfte der ÖBB-Holding-Spitze. Dabei belegt die Notwendigkeit von Rückstellungen hinreichend, wie groß das Verlustrisiko dieser Spekulationen ist:
Denn nach IFRS-Regeln sind solche Rückstellungen nur nötig, wenn die Eintreffenswahrscheinlichkeit des Schadens über 50 Prozent liegt. Was braucht es mehr, um zu handeln?", fragt Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen.

Während bei allen Managementfehlern in den ÖBB großzügig abgewartet, kalmiert und zugesehen wird, haben Maßnahmen für die Kunden offenbar Nachrang. Moser: "Weiterhin quälen Hunderte Langsamfahrstellen im Netz täglich die PendlerInnen, weiterhin wartet Österreich auf die Einführung einer leistbaren Mobilitätscard für den Öffentlichen Verkehr im ganzen Land, weiterhin sind Fernzüge wegen Fehlplanungen überfüllt, kein Wunder, wenn infolge Organisations- und Planungsmängeln 22 Prozent, also fast ein Viertel des ÖBB-Rollmaterials in der Werkstatt steht. Damit noch immer nicht genug, plant der Minister bereits die Stillegung zahlreicher Regionalbahnstrecken nach der NÖ Landtagswahl. Selbst die durch viel teure PR in Boulevardmedien aufgerichtete Heile-Welt-Fassade von Faymanns ÖBB-Politik bröckelt - kein Wunder, wenn die Kunden täglich das Gegenteil der schönen Worte in der Praxis erleben. Die Grünen verlangen vom Minister und seinen ÖBB-Aufsichtsräten endlich Bewegung und Kundenorientierung,statt mit teuren Inseraten zugekleisterten bahn- und damit klimapolitischen Stillstand", so Moser.

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