Klement, Wagenhofer: Verfehlte EU-Agrarpolitik sofort reparieren!

Wien (OTS) - FPÖ-Landwirtschaftssprecher Karlheinz Klement sprach sich anlässlich des gestrigen Bundesagrartages der Freiheitlichen Bauernschaft in Unterpremstätten gegen eine Kürzung der Agrarsubventionen aus, wie sie EU-Kommissarin Mariann Fischer-Boel vorschlägt. "Österreichs Landwirte müssen sich auf die ihnen von der Politik gegebenen Rahmenbedingungen verlassen können", sagte Klement. "Wir müssen die Landwirtschaft in Österreich auf solide Beine stellen, sodass die Bauern wieder von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können."

Die Lage der heimischen Landwirte habe sich im vergangenen Jahr, trotz starker Nachfrage und höherer Preise für wichtige Produkte wie Milch und Getreide, aufgrund steigender Produktionskosten, nicht verbessert. Dazu Karlheinz Klement: "Kostendeckende Verbraucherpreise sind die erste Voraussetzung, das weiterhin voranschreitende Bauernsterben zu stoppen."

Auch der wiedergewählte Bundesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft, Horst Wagenhofer, sieht Landwirtschaftskommissarin Fischer-Boel bei der Reform der EU-Agrarpolitik auf dem falschen Weg. "Ihre Ansätze im Bereich der Grünen Gentechnik und in der Förderpolitik sind bedenklich", erklärte Wagenhofer und forderte von Umweltminister Josef Pröll, mehr mit den Landwirten zu sprechen als öffentlich über sie."

"Die FPÖ tritt klar für die Beibehaltung der Milchquoten ein", bekräftigte Klement die freiheitliche Position. "Dass seitens der EU-Kommission keine Ausgleichsmaßnahmen für benachteiligte Gebiete angedacht sind, wenn die Milchquote ab 2015 Vergangenheit sein soll, ist fatal. Die Entwicklung des internationalen Milchmarktes bleibt unberücksichtigt. Die Preise werden nicht auf dem Niveau von 2007 bleiben, sondern wieder sinken, und das wird zu Lasten der Bauern gehen", schloss der freiheitliche Agrarsprecher.

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