WKÖ-Umfrage: Große Unsicherheit in Sachen Spam bei Österreichs Unternehmen

Generalsekretärin Hochhauser kündigt Informationsoffensive zu Spam an - E-Day am 6. März widmet sich vor allem dem Thema IT-Sicherheit

Wien (PWK027) - Unter den österreichischen Unternehmen herrscht große Unsicherheit in puncto Spam. Das ergibt eine Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): Demnach ist der Schutz vor Spam-Mails für die Betriebe das mit Abstand wichtigste Thema im Zusammenhang mit IT-Fragen. Immerhin 59,7 % der befragten Unternehmen sehen dies als Riesenproblem an. Allerdings möchten 72,6 % den Erstkontakt zu Kunden auf dem Wege der elektronischen Kommunikation aufnehmen dürfen, am liebsten per E-Mail. Und zu guter letzt hält dennoch die überwältigende Mehrheit von 85,2 % die geltenden Regeln, die das unaufgeforderte Zusenden von E-Mails verbieten, für angemessen.

"Die Verwirrung ist sehr groß. Zwar wollen die Unternehmen verständlicherweise keine Spam-Mails erhalten, doch wenn es darum geht, neue Kunden zu akquirieren, möchten sie selber sehr wohl, auch verständlich, unbestellte Mails verschicken", so WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. "Aufklärung ist dringend notwendig, denn Verstöße gegen die Rechtsvorschriften können ordentlich ins Geld gehen."

Was viele nicht wissen: In Österreich ist für den Versand von E-Mails grundsätzlich die ausdrückliche Zustimmung des Empfängers nötig - und zwar sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich. Davon gibt es nur wenige Ausnahmen für bestehende Kunden. Zudem muss der Empfänger in jedem Mail den Empfang weiterer Nachrichten unverzüglich, kostenfrei und problemlos ablehnen können. Betreiber kommerzieller Websites müssen zudem detaillierte Informationen bekanntgeben. Sonst drohen saftige Geldstrafen.

Nicht wenige Anwälte seien dazu übergegangen, von Unternehmen, die gegen das Telekom- oder das E-Commerce Gesetz verstoßen, unter Klagsdrohung eine Unterlassungserklärung zu verlangen und dafür Honorare zu verrechnen, informiert die WKÖ-Generalsekretärin. Die Kosten für eine solche Abmahnung rangieren gut und gerne zwischen 500 bis 2000 Euro - und könnten theoretisch für jedes unerwünscht versandte E-Mail anfallen. Hochhauser: "Die Landeskammern, die betroffenen Unternehmen Rechtsberatung anbieten, berichten laufend von Problemen in diesem Bereich."

Dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, sei vielen leider noch immer nicht bewusst, warnt Hochhauser. Über die Verbotsbestimmungen des Telekommunikationsgesetzes weiß mit 47,6 % nicht einmal die Hälfte der Betriebe Bescheid. Bei Betrieben mit 10 bis 49 bzw. ab 250 Mitarbeitern ist das Wissen besonders schwach ausgeprägt (38,6 bzw. 39,6 %).

Als eine Gegenmaßnahme wird das E-Center der Wirtschaftskammer Österreich der Aufklärung im Zusammenhang mit Spam und IT-Sicherheit 2008 besonderes Augenmerk schenken. Beim E-Day, der heuer am 6. März in Wien stattfindet, steht deshalb das Thema IT-Sicherheit im Mittelpunkt. Eine eigene Arbeitsgruppe werde sich ausschließlich damit beschäftigen, wie sich Unternehmen am besten gegen Spam schützen aber trotzdem das Internet als Werbemedium nützen können, so Hochhauser abschließend. (SR)

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