Sozialistische Jugend/Kinderfreunde: Armut effektiv bekämpfen!

Wien (OTS) - Gestern Freitag stellten Kinderfreunde Österreich und Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) auf einer Pressekonferenz im Parlament ihre Forderungen zur Bekämpfung von Kinder, Jugend- und Familienarmut vor. In Österreich, dem siebreichsten Land der Welt, sind 270.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren armutsgefährdet. Laut einer UNICEF-Studie aus dem Jahr 2005 wächst in den meisten reichen Nationen der Anteil der Kinder, die in Armut leben.

LR Josef Ackerl, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde Österreich, fordert eine Verbesserung der Bildungschancen für benachteiligte Gruppen: "Gemeinsame und Ganztagsschule sind wesentliche Voraussetzungen zur Schaffung von Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Aber auch die Einführung eines Gratis-Kindergartens wäre eine wichtige Maßnahme, denn die soziale Selektion setzt schon sehr früh an. Kindergärten sind nicht nur als Betreuungseinrichtungen sondern auch als Bildungseinrichtungen zu begreifen."

Wolfgang Moitzi, gf. Vorsitzender der SJÖ, weist im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Armut auf die Notwendigkeit hin, auch die Verteilungsfrage zu diskutieren: "Wer von Armut spricht, darf von Reichtum nicht schweigen, denn steigende Armut ist immer untrennbar mit steigendem Reichtum verbunden. Aus diesem Grund muss Vermögen in Östereich wieder stärker besteuert werden, u.a. in Form einer Vermögenssteuer. Denn Verteilungsgerechtigkeit ist die Voraussetzung für die Beseitigung von Armut."

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