Seniorenbund: Schwamm drüber - Danke Willi Molterer!

Khol: "Na endlich, Vernunft und Konsens sind eingekehrt"

Wien (OTS) - "Die gestrige Einigung innerhalb der Regierung zur 24-Stunden-Betreuung ist genau das, was wir brauchen", stellte Dr. Andreas Khol, der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, fest. Der Seniorenbund hatte immer betont, dass das Gesetz zu 24-Stunden-Betreuung anwendbar sei, und seine Beratungstätigkeit hinsichtlich der Legalisierung bestehender Betreuungsverhältnisse intensiv gestaltet. "Wir empfehlen nun allen Betroffenen die Anmeldung als selbstständige Betreuungskraft bei der Bezirkshauptmannschaftsbehörde", so Khol, denn: "Der Strafverzicht ist genau das was wir gebraucht haben, um die Menschen nicht zu beunruhigen, sondern ihnen Sicherheit zu geben." Der Seniorenbund dankt Vizekanzler Willhelm Molterer, der bei der Regierungsklausur das Thema auf die Tagesordnung brachte, und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der die "Bestemmposition" mancher SPÖ-Granden beendet hat. Zudem dankt der Seniorenbund den beiden Klub-Obleuten Wolfgang Schüssel und Josef Cap, die die Rückkehr zur Vernunft vorbereitet haben.

"Im Initiativantrag, der offensichtlich bei der Sondersitzung des Nationalrates am 16. Jänner eingebracht wird, sollten auch die beiden anderen, wesentlichen Anliegen berücksichtigt werden", forderte Khol. Einmal müssten die Betreuungsrechte bei der nichtmedizinischen Pflege ausgedehnt werden: "die 24-Stunden-Betreuungskräfte müssen mehr tun dürfen, als nur den Hauhalt zu führen", wie Khol besonders betone. Das zweite große Anliegen ist eine vernünftige Regelung zur Qualitätskontrolle bei der Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Diese solle, "mit den großen Betreuungsorganisationen gemeinsam erarbeitet werden", so Khol.

Jedenfalls bedeute die gefundene Regelung "die Rückkehr zu Vernunft und Konsens. Außerdem erleichtert sie die Legalisierung. Die finanzielle Frage aber bleibt offen", wie Khol unterstrich: "Wir erwarten hier von der Landeshauptleute-Konferenz, die ebenfalls am 16. Jänner stattfindet, eine einheitliche Regelung betreffend der Unterstützung jener Familien, die eine 24-Stunden-Betreuung brauchen und bezahlen müssen." Als Vorbild für alle anderen Bundesländer sollten das Modell von Vorarlberg und Niederösterreich dienen:
Verzicht auf die Vermögensgrenze, 500 Euro Förderung pro Familie.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund
Mag. Martin Amor
Tel.: 0699/10444731

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0001