- 11.01.2008, 16:22:10
- /
- OTS0242 OTW0242
Bartenstein trifft Schweizer Amtskollegin Leuthard
Wirtschaftsminister Bartenstein thematisiert Hürden für österreichische Dienstleistungsunternehmen in der Schweiz.
Wien (BMWA - OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin
Bartenstein hat heute, Freitag, die Schweizer Bundesrätin Doris
Leuthard zu einem Arbeitsgespräch empfangen. Neben einem
Meinungsaustausch über die aktuelle Weltwirtschaftslage und der
wirtschaftlichen Situation in den beiden Ländern wurden zudem
Anliegen österreichscher Unternehmen, vor allem im Bereich der
grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung in der Schweiz sowie
Fragen der Anwendung des Personenfreizügigkeitsabkommens zwischen der
Europäischen Union und der Schweiz intensiv besprochen. "Österreich
und die Schweiz haben traditionell gute Beziehungen. Allerdings sind
österreichische Unternehmen zunehmend mit Hürden bei
grenzüberschreitenden Dienstleistungen konfrontiert, die im Sinne
einer guten Nachbarschaft und den engen Wirtschaftsbeziehungen rasch
abgebaut werden sollen", sagt Bartenstein.
Ein Hemmnis für heimische Firmen ist etwa die von der Schweiz
verlangte 8-tägige Voranmeldung vor Ausübung einer
grenzüberschreitenden Dienstleistung. Weiters gibt es Probleme bei
Bewilligungen im Falle der Überschreitung einer grenzüberschreitenden
Dienstleistungsgesamtzeit von 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr,
Behinderungen von europäischen und insbesondere österreichischen
Personalbereitstellern bei deren Geschäften mit der Schweiz und
Kunden innerhalb der Union selbst. Auch die Aufforderung an
österreichische Betriebe, Beiträge in die paritätische Kommission der
Schweiz einzuzahlen sowie uneinheitliche Kriterien bei der
Vergleichbarkeit von Löhnen bei Lohndumpingprüfungen hätten die
Bedingungen für grenzüberschreitende Dienstleister - allein in
Vorarlberg sind schätzungsweise 1000 Unternehmen betroffen -
verschlechtert.
Bilaterale Handelsentwicklung Österreich-Schweiz
Die Schweiz ist der viertwichtigste Handelspartner Österreichs.
Die österreichischen Exporte beliefen sich 2006 auf 4,4 Mrd. Euro, in
den ersten zehn Monaten 2007 auf 3,8 Mrd. Euro. Die Importe aus der
Schweiz beliefen sich 2006 auf 3,5 Mrd. Euro, von Jänner bis Oktober
2007 auf 3,8 Mrd. Euro.
Die österreichischen Exportwaren in die Schweiz umfassen vor allem
Arzneiwaren für den Kleinverkauf, Möbel, Bautischler- und
Zimmermannsarbeiten und Kunstgegenstände.
Österreichische Importgüter sind vor allem Hormonprodukte,
unbearbeitetes Gold, Arzneimittel und Uhren.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Mag. Maria Mittermair-Weiss, Tel.: (01) 711 00-5108
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130
mailto: [email protected]
Internet: http://www.bmwa.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA






