Hofer zu Gentechnik-Importverboten: Wir lassen uns auch nach der Androhung von US-Strafzöllen nicht bevormunden!

Österreich darf sich als souveräner Staat nicht den Interessen der Gentechnik-Lobby unterwerfen

Wien (OTS) - Nachdem die Genmais-Importverbote Österreichs und anderer EU-Staaten von der WTO als rechtswidrig eingestuft wurden, will die EU-Kommission, infolge einer entsprechenden Abstimmung des EU-Umweltministerrates vom 30. Oktober 2007, die Einfuhrbeschränkungen nun teilweise aufheben. Vor allem um die von den USA über die WTO angedrohten Strafzölle zu vermeiden. Die FPÖ stellt sich gegen diese Vorgangsweise, weil dies einer Kapitulation vor der US-geführten Gentechnik-Lobby gleichkäme.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Wie kommen wir Österreicher dazu, Strafzölle in horrender Höhe zu bezahlen, nur weil amerikanischen Saatgut- und Nahrungsmittelkonzernen unsere Wirtschafts- und Handelspolitik nicht passt? Als souveräner Staat liegt die Entscheidung, was wir importieren oder nicht, alleine bei uns. Und die Österreicher lehnen die Grüne Gentechnik zu Recht mehrheitlich ab. Der Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut in Österreich wird vorerst zwar verboten bleiben, aber wir erleben, wie alle diesbezüglichen Schranken im Interesse der Gentechnik-Konzerne systematisch abgebaut werden, bis es eines Tages kein Entkommen mehr gibt. Über den Umweg von Futtermittelimporten etwa könnten die jetzt noch mit Einfuhrverboten belegten Genmais-Sorten sehr bald auch nach Österreich gelangen. Dagegen müssen wir uns mit aller Kraft wehren."

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