Stadlbauer: Permanente Angriffe auf die Fristenregelung sind unerträglich

Wien (SK) - Die frauenverachtende und konservative Welle, die uns
in der vergangenen Woche eine Reihe von Angriffen auf die Fristenregelung beschert hat, hält Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer für äußerst bedenklich. "Just in der Woche in der Simone de Beauvoir ihren 100. Geburtstag feiert, mehren sich die Angriffe auf die Fristenregelung", so Stadlbauer. Die Prämienvorschläge der FPÖ, das Ansinnen von ÖVP-Justizsprecher Donnerbauer einer verpflichtenden Bedenkzeit, auf das sich nun auch der Katholische Familienverband eingeschossen hat, seien Beispiele für diese reaktionären Ideen. ****

"Der Gipfel der Frauenverachtung sei auch der Vorschlag einer Motivforschung, dem wir niemals zustimmen werden", meinte Stadlbauer. "Wozu sollen die Frauen in einer für sie schwierigen Situation noch zusätzlich gequält werden?", so Stadlbauer.

"In der kommenden Zeit will ich endlich über Zukunftsprojekt diskutieren, wie eine Aufklärungs- und Verhütungskampagne, über die kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln, die rezeptfreie Abgabe der 'Pille danach' und die rechtliche Verankerung von bundesweiten Schutzzonen vor Kliniken. Ich hoffe allen Beteiligten wird außerdem klar, dass eine kinderfreundliche Zukunft und eine moderne Familienpolitik nicht mit einem Rütteln an der Fristenregelung betrieben werden können. Hier handelt es sich um verschiedene Dinge, die nicht miteinander vermischt werden sollten", so Stadlbauer abschließend. (Schluss) up/mm

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002