AKNÖ: 1. Krankenstands-Report war dringend notwendig und überfällig

Bundesregierung muss mehr zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz unternehmen

Wien (AKNÖ) -

Der gestern veröffentlichte Fehlzeitenreport, eine Studie zur Entwicklung der Krankenstände in Österreich, stellt ein international anerkanntes Instrument zur Gesundheitspolitk dar, stellt die AKNÖ fest. "Die Veränderungen in der Arbeitswelt zeigen, dass es nicht nur mit technischen Maßnahmen zur Unfallvermeidung getan ist", sagte AKNÖ-Vizepräsident Peter Stattmann. Deshalb fordert die AKNÖ die Bundesregierung auf, die betrieblichen Gesundheitsförderung mit der allgemeinen Gesundheitsversorgung gesetzlich gleichzustellen. Hinter den Fehlzeiten stecken Krankheiten, die sich nicht nur auf die Kosten für die Wirtschaft reduzieren lassen. AKNÖ-Gesundheitsexperte Dr. Bernhard Rupp, MBA: "Durch die Pensionsreform müssen immer mehr Menschen immer länger arbeiten. Deshalb wird das Thema Gesundheitsförderung von Jahr zu Jahr drängender." Die entscheidende Frage ist: Wenn die ArbeitnehmerInnen länger arbeiten müssen, wie können sie trotzdem gesund bleiben? Durch die Veränderungen in der Arbeitswelt haben sich auch die Krankheitsbilder geändert. Schwere körperliche Verletzungen gehen zurück, psychische Belastungen nehmen spürbar zu. Bernhard Rupp: "Viele Krankheiten sind äußerlich nicht mehr wahrnehmbar. Auf diese Veränderungen wird noch zu wenig reagiert." Erzwingbare Betriebsvereinbarungen zur Gesundheitsvorsorge Die AKNÖ fordert in diesem Zusammenhang Betriebsvereinbarungen zur Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz erzwingbar zu machen. Bernhard Rupp. "Das würde den Betriebsräten einen längeren Hebel in die Hand geben, damit in den Betrieben das Gesundheitsbewusstsein gestärkt wird." Der ab heuer jährlich erscheinende Fehlzeiten-Report kann die getroffenen Maßnahmen überprüfbar machen, hoffen die Gesundheitsexperten der Niederösterreichischen Arbeiterkammer.

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