JUGENDVERTRETUNG: Jugendarbeitslosigkeit weiter bekämpfen!

Paket der SozialpartnerInnen ist ein richtiger Schritt

Wien (OTS) - "Das SozialpartnerInnen-Paket kann nur ein weiterer Schritt sein, um jungen Menschen mehr Chancen einzuräumen", erklärt Edda Strutzenberger, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung, "noch immer sind laut Statistik mehr als 35.000 junge Menschen arbeitslos. Dazu kommen mehr als 23.000 Menschen unter 30, die in Schulungen ‚geparkt’ werden sowie tausende ‚U-Boote’, die zwar eine Ausbildung abgeschlossen, aber noch nicht gearbeitet haben und darum nicht in der Statistik aufscheinen. Diese Zahlen schmerzen!"

Für die Bundesjugendvertretung, die gesetzliche Interessenvertretung von mehr als einer Million junger Menschen in Österreich, ist das ein klarer Handlungsauftrag an die Politik. "Wir freuen uns über die Einführung der Ausbildungsgarantie, auch eine Überarbeitung des Blum-Bonus ist eine unserer zentralen Forderungen, aber mit diesen Maßnahmen kann noch nicht Schluss sein", argumentiert Strutzenberger.

Um das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Griff zu bekommen, fehlen noch einige wesentliche Bausteine, welche gemeinsam mit der Bundesjugendvertretung als Sozialpartnerin für Jugendangelegenheiten umgesetzt werden müssen:

  • Es bedarf einer gut finanzierten Gesamtschul-Ausbildung, um die Chancengleichheit zu verbessern.
  • Die Lehrausbildung muss nachhaltiger gestaltet werden: Betriebe müssen mehr Verantwortung übernehmen.
  • Chancengleichheit ist das Gebot der Stunde, vor allem Menschen mit Migrationshintergrund sind aus den Ausbildungscurricula oft ausgeschlossen.
  • Die "Generation Praktikum" muss durch eine "Generation Chancengleichheit" abgelöst werden - es bedarf qualitativer Standards für Ausbildungen, Jobs und Praktika.
  • Auch in punkto Geschlechtergerechtigkeit müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Die Bindung des Blum-Bonus an Qualitätskriterien ist ein erster Schritt in diese Richtung.
  • Beratung und Unterstützung müssen intensiver werden: Eine Lösung wäre verpflichtende Berufsorientierung als Schulfach in der 7. und 8. Schulstufe.

"Die Regierung und die Sozialpartner haben hier noch einen langen Weg vor sich und dürfen nicht auf halber Strecke stehen bleiben", betont Edda Strutzenberger, "denn gerade qualitativ hochwertige Ausbildungen für ALLE jungen Menschen sind der Schlüssel für die Zukunft."

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