ARBÖ: Teuerung der Autokosten 2008 doppelt so hoch wie allgemeine Teuerung

Anstieg der Autokosten um 5,7 Prozent zu erwarten - Inflation bei 2,6 Prozent

Wien (OTS) - Im soeben begonnen Jahr 2008 wird die Verteuerung der Autokosten doppelt so hoch sein wie die allgemeine Inflationsrate, prognostiziert der ARBÖ. "Während die allgemeine Teuerung 2,7 Prozent ausmachen wird, müssen wir uns bei Kosten rund ums Auto auf einen Anstieg um 5,7 Prozent gefasst machen", erwartet ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil. Dass die Autofahrer stärker belastet werden als die Bevölkerung ist leider nicht neu: Von 2003 bis 2006 sind die Autokosten den Lebenserhaltungskosten ständig davongefahren

Die laufenden Kosten für ein durchschnittliches Fahrzeug machten im Vorjahr 3810 Euro aus. Im Verlauf des Jahres 2008 werden sie um 217 Euro steigen, so dass ein durchschnittliches Fahrzeug im Jahr 4027 Euro kosten wird (ohne Wertminderung durch Abnützung). Der größte Teuerungsbrocken mit Mehrkosten von 109 Euro ist der Treibstoff, auch weil die seit Jahresmitte 2007 saftig angehobene Mineralölsteuer heuer voll durchschlägt. Für Service- und Wartung werden zusätzlich 28 Euro anfallen. Da die Versicherungsprämien mit der Inflationsrate gekoppelt ist, ist mit einer Verteuerung der Kfz-Haftpflichtversicherungsprämie um zirka 26 Euro zu rechnen -vorausgesetzt, man schlittert nicht durch einen Unfall ins Malus. Auch bei Parkgebühren und Parkgaragen werden die bereits 2007 beschlossenen Erhöhungen im Laufe des Jahres voll zu spüren sein.

Pendlern und Vielfahrern stehen noch höhere Kostensteigerungen ins Haus. "Vor allem für Pendler wird Autofahrer zu einer unerträglichen Belastung. Wir brauchen eine dringende Entlastung aller, die beim Arbeiten aufs Fahren angewiesen sind. Im Zuge der geplanten Steuerreform soll das Kilometergeld von 38 auf 44,5 Cent erhöht, die Pendlerpauschalen angehoben und endlich auch der seit Jahren eingefrorene Verkehrsabsetzbetrag valorisiert werden", fordert der ARBÖ-Geschäftsführer.

Bei seiner Kostenprognose - die sich mit den Berechnungen der Wirtschaftsforscher deckt - unterstellt der ARBÖ ein eher moderates Szenario. Unterstellt werden die Kosten für ein durchschnittliches Fahrzeug (VW Golf 1,9 TDI DPF, 105 PS), mit durchschnittlichem Normverbrauch (6 Liter Diesel) und einer durchschnittlichen Fahrleistung (20.000 gefahrene Kilometer im Jahr).

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