FORMAT: Privatgutachten erhebt schwere Zweifel am Hypo-Gutachter Fritz Kleiner

Kleiners Rolle als Bawag-Gutachter wird nun in Frage gestellt

Wien (OTS) - Ein Privatgutachten des Sachverständigen Gerhard Altenberger kritisiert die Rolle des gerichtlich beeideten Sachverständigen Fritz Kleiner und dessen Gerichtsgutachten im Strafverfahren Hypo Alpe-Adria. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Die Zweifel beziehen sich laut dem FORMAT exklusiv vorliegenden "Privatgutachten im Strafverfahren 8 Ur 166/06k gegen Wolfgang Kulterer" etwa auf die fehlende Qualifikation Kleiners zur Bewertung der Hypo-Swap-Verluste in der Höhe von 328 Millionen Euro. In der 35 Seiten starken Altenberger-Expertise, die von Wolfgang Kulterer in Auftrag gegeben wurde, heißt es: "Neben dem Fachgebiet ‚Börsewesen, Bankwesen’ gibt es (...) insbesondere auch das Fachgebiet ‚Derivative Finanzprodukte’, für welche der Gerichtsgutachter (Kleiner) nicht eingetragen ist. Das heißt, für die konkrete Fragestellung im Strafverfahren ist der vom Gericht bestellte Sachverständige Kleiner nicht zertifiziert!"

Während Kulterer mit dem Privatgutachten eine mögliche Anklageerhebung im Hypo-Verfahren verhindern möchte, könnte es auch auf den Bawag-Prozess entscheidenden Einfluß haben: Denn wird dem Altenberger-Gutachten gefolgt, dann fehlt Kleiner auch die Qualifikation für die Begutachtung der Spekulationsgeschäfte von Wolfgang Flöttl. Über eine Ablehnung von Fritz Kleiner als Gutachter werden die Flöttl-Anwälte Herbert Eichenseder und Christian Hausmaninger in den nächsten Wochen entscheiden, wenn ihnen Kleiners Gutachten vorliegt. "Natürlich bin ich qualifiziert", sagt Kleiner gegenüber FORMAT: "Die Vorwürfe sind absurd und nicht prozessrelevant."

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