LR Schwärzler: Minarette sind kein Akt zur Integration

"Derzeitige Diskussion verbindet nicht, sondern polarisiert"

Bregenz (VLK) - Für Landesrat Erich Schwärzler darf die angekündigte Kandidatur einer Migrantenliste bei der Landtagswahl 2009 nicht zu einem Signal für Integrationsunwilligkeit und für den Bau von Minaretten in Vorarlberg werden.

In den letzten Jahren wurde der Vorarlberger Weg der Integration von Migrantinnen und Migranten im Rahmen eines respektvollen Dialoges und der Begegnung der Kulturen in unserem Land erfolgreich beschritten, so Schwärzler: "Die Spielregeln des Zusammenlebens von Einheimischen und Zuwanderern mit den Leitplanken des Förderns und Forderns sowie des Respekts vor den Grundsätzen unserer Rechtsordnung müssen auch ich Zukunft Akzeptanz haben. Integration ist hierbei keine Einbahnstraße der Unterstützung und Förderung, sondern ist auch eine Bringschuld und braucht konkrete Leistungen der Migrantinnen und Migranten, wie z.B. das Erlernen der deutschen Sprache als wichtige Grundvoraussetzung für die Integration."

Minarette sind für Landesrat Erich Schwärzler kein Akt zur Integration und werden von ihm daher abgelehnt. "Die derzeitige Diskussion über den möglichen Bau von Minaretten in Vorarlberg polarisiert und kann gesellschaftlich nicht verbinden. Die Religionsfreiheit für Moslems ist in Vorarlberg durch Gebetshäuser gewährleistet. Darüber hinaus befindet sich die Errichtung eines moslemischen Friedhofes in der Umsetzungsphase. Wichtig ist, dass die Integration in einem respektvollen Miteinander über die Schwerpunkte der deutschen Sprache, der Bildung und des Arbeitsmarktes vorangetrieben wird", betont Landesrat Schwärzler.

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