Leichtfried: Österreich darf bei Nichtraucherschutz nicht Europa-Schlusslicht werden

Wien (SK) - "Durch ihre Bremsmanöver bei der Neufassung des heimischen Tabakgesetzes beweist Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, dass sie den europaweiten Status von Österreich als Raucherparadies bewahren möchte. Es kann nicht sein, dass eine Ministerin einer kleinen Lobby-Gruppe unbedingt Folge leistet", kritisiert der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Ein umfassender Nichtraucherschutz sei unerlässlich und könne nicht von der Lokalgröße abhängig gemacht werden. ****

"Über eine Halbe Million Europäer sterben jährlich an den Folgen des Rauchens, womit rund ein Siebtel aller Todesfälle auf Tabakkonsum zurück zu führen sind", schildert Leichtfried die aktuelle Lage in der Europäischen Union. Studien zufolge sei die Gesundheitsgefährdung für passivrauchende Beschäftigte in der Gastronomie enorm. "Ein gesetzliches Rauchverbot an entscheidenden Orten wird von den Bürgerinnen und Bürgern unterstützt und wäre ein kosteneffizienter Schutz der Volksgesundheit. Ministerin Kdolsky sollte daher dafür sorgen, dass Österreich im europäischen Vergleich beim Nichtraucherschutz nicht länger ein Entwicklungsland bleibt. Dem Vernehmen nach plant selbst die Türkei Schutzbestimmungen für Nichtraucher, die weit über die heimischen Gesetze hinaus gehen", betonte Leichtfried.

Den Nichtrauchern und der überwiegenden Mehrheit der österreichischen Tabakkonsumenten, die von der Zigarette loskommen wollen, dürfe von öffentlicher Seite nicht die Unterstützung versagt bleiben, so Leichtfried, der sich auch auf EU-Ebene für eine Verschärfung der Tabakbestimmungen ausspricht. (Schluss) ps/mm

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