Uni-Reform: Broukal hat lieber "Mitsprache und mehr Studienplätze"

Unis sollen weiter bei Rektor-Bestellung mitreden - SPÖ für Frauen-Quote

Wien (SK) - "Die bisherigen Gespräche über die UG-Novelle sind gut gelaufen. Für die SPÖ ist aber klar, dass die Universitäten bei der Bestellung der Rektoren auch in Zukunft mitsprechen sollen", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Mittwoch. "Die Mitsprache bei der Rektor-Wahl ist ein höheres Gut als die Besänftigung von Rektoren, denen es nicht gelingt, eine gute Beziehung zur eigenen Uni aufzubauen. Broukal bekräftigte außerdem die SPÖ-Forderung nach einer Geschlechter-Quote in den Uni-Räten. ****

"Produktive Arbeitsbeziehungen zu Studierenden und Lehrenden sind eine Berufsanforderung für einen Rektor; wer dazu nicht imstande ist, hat einen wesentlichen Teil seiner Führungsaufgabe nicht erfüllt", so Broukal. Wenn es Rektoren gibt, die nach Ansicht ihrer Unis nicht zufrieden stellend gearbeitet haben, "dann kann die Konsequenz ja wohl nicht sein, dass man die Unis nicht mehr mitreden lässt". Sehr wohl könne man über Veränderungen beim Wahlmodus reden - "die völlige Beseitigung der Mitsprache der Unis wird für die SPÖ aber sicher nicht am Ende dieser Diskussion stehen".

Einmal mehr verwies Broukal auf die Notwendigkeit, die Uni-Finanzierung auf neue Beine zu stellen. Die Forderung der SPÖ:
Anhebung der Ausgaben für Unis und Fachhochschulen auf zwei Prozent des BIP bis 2020. "Auch die Rektoren sollten lieber für mehr Geld und für mehr Studienplätze kämpfen, anstatt täglich neue Zugangsbeschränkungen zu erfinden."

Der SPÖ-Wissenschaftssprecher betonte außerdem die Forderung nach einer Geschlechter-Quote für die Besetzung der Uni-Räte. Und er verweist auf die jüngsten Bestellungen: Bisher haben 19 der 21 Senate ihre Uni-Räte bestellt - "in acht Unis von 19 haben die Senate keine einzige Frau in den Uni-Rat geschickt. Solange es solche Ungeheuerlichkeiten gibt, wird gutes Zureden zuwenig sein. Eine solche Ignoranz kann kurzfristig nur per Gesetz beseitigt werden." Deshalb will die SPÖ eine 50/50-Geschlechterquote in den Uni-Räten. "Niemand kann mir sagen, dass es nicht möglich ist, 50 bis 60 höchstqualifizierte Frauen für die Aufgaben eines Uni-Rates zu finden. Das sind doch nur Ausreden!" (Schluss) ah

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