Industrie: Ausbildung in heimischen Betrieben und Zuwanderung

IV-GS Beyrer: Sektorelle Öffnung wo gebraucht sofort, spätestens 2009 - Verwunderung über manche Aussagen - Keine künstliche Wachstumsbremse errichten bzw. aufrecht erhalten

Wien (OTS) - (PdI) 2007 war für die Industrie und damit auch Österreich ein grosso modo gutes Jahr. Der Wachstumspfad der vergangenen Jahre konnte - mit dem Konjunktur- und Beschäftigungsmotor Industrie - fortgeführt werden. Der Zenit der Konjunkturentwicklung ist allerdings durchschritten Wie lange es uns gelingt, diese gute Phase fortzuschreiben, hängt vor allem auch von den zukünftigen Maßnahmen bei der Öffnung der Arbeitsmarktes ab", erklärte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer anlässlich jüngster Aussagen heute, Dienstag. "Das Fehlen qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am österreichischen Arbeitsmarkt entwickelt sich angesichts der guten Konjunktur und 'Fast-Vollbeschäftigung' in Österreich zum gegenwärtig größten Hemmschuh für mehr Wachstum und Beschäftigung", so Beyrer. Hier seien durch die Bundesregierung in jüngster Zeit bereits richtige Signale gesetzt worden. Die Aussagen, zumindest eine sektorelle Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes 2008 für genau definierte 50 Mangelberufe zuzulassen - 2009 soll es eine weitere Öffnung geben - seien von der Industrie ebenso positiv gewertet worden wie die Erhöhung der Schlüsselkräftequote für 2007. "Umso verwunderlicher ist, dass einige der vereinbarten notwendigen Maßnahmen nunmehr von manchen Regierungsmitgliedern wieder in Frage gestellt werden", so der IV-Generalsekretär. Die IV fordere weiterhin die sektorelle Öffnung des Arbeitsmarktes wo gebraucht sofort, spätestens aber 2009.

Beyrer erklärte, "selbstverständlich" nehme sich die Industrie bei der Frage der Rekrutierung der Fachkräfte nicht aus der Verantwortung. "Wir brauchen beides - Ausbildung in heimischen Betrieben und qualifizierte Zuwanderung, um uns keine künstlichen Wachstumsbremsen zu errichten." Dabei verwies der Generalsekretär auf eine Reihe von Initiativen der IV-Landesgruppen, mit denen unter anderem das Image der Lehrlingsausbildung sowie der in der Zukunft dringend benötigten Berufsbilder aufgebessert werden soll. "Die Ausbildungsbereitschaft und das Engagement der Industrie in der Frage des Fachkräftenachwuchses sind enorm", betonte der IV-Generalsekretär. So zeige eine Umfrage der IV, dass 42 Prozent der Unternehmen planen, mehr Lehrlinge aufzunehmen. Jedoch würde die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern wegen erheblicher Bildungsdefizite erschwert. Ebenso klagten 80 Prozent der Unternehmen über Lehrlings-Engpässe bei technischen Berufen. Grundsätzlich sprach sich Beyrer aus Sicht der Industrie für eine auf Qualität und klaren Kriterien basierende Zuwanderungspolitik für Österreich aus.

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