Bures zu Uniräten: "Es geht mir zu langsam"

Regierung wird sich nun um Geschlechtergerechtigkeit durch Nominierung von deutlich mehr Frauen bemühen

Wien (OTS) - "Es bewegt sich etwas, aber es geht mir zu
langsam", sagt Frauenministerin Doris Bures zur vorläufigen Bestellung der Uniräte durch die Senate mit einem Frauenanteil von rund 26 Prozent. In der letzten Funktionsperiode lag der Frauenanteil in den von den Senaten bestellten Uniräten bei 17 Prozent.

Die Regierung werde sich nun bemühen müssen, bei den von ihr zu nominierenden Uniräten durch deutlich mehr Frauen eine gerechtere Geschlechterverteilung für die neue Funktionsperiode herzustellen.

"Halbe-Halbe in den Uniräten ist das Ziel", erneuert Bures ihren Vorschlag nach einer Änderung im Universitätsgesetz, wonach die Senate bei der Wahl der von ihnen zu bestellenden Uniräten beide Geschlechter angemessen berücksichtigen müssen. "Das gemeinsame Ziel der Chancengleichheit soll nicht vom good will der Senate abhängen", so Bures, die derzeit eine Erhöhung des Frauenanteils "leider nur im Schneckentempo" ausmachen kann.

Der Vorschlag von Bures und SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal sieht Halbe-Halbe vor, wenn eine gerade Zahl an Uniräten zu bestellen ist. Damit es bei einer ungeraden Zahl von zu bestellenden Uniräten nicht wieder zu einem Ungleichgewicht kommt, soll per Gesetz eine gerade Zahl an Uniräten festgeschrieben werden, damit die Parität in jedem Fall gewährleistet wird.

Bures verweist abschließend auf das im Regierungsübereinkommen verankerte Ziel, mehr Frauen in Spitzenpositionen in Wissenschaft und Forschung zu bringen. "Es gibt zwei gute Gründe dafür: Erstens ist es aus Gründen der Fairness höchst an der Zeit, dass Frauen dieselben Chancen erhalten wie Männer. Und zweitens werden unsere Universitäten im internationalen Wettbewerb nur dann mithalten können, wenn sie auch das Potenzial der Frauen ausschöpfen."

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