Kranzl: Kleines Glücksspiel mit großem Gefahrenpotenzial

Verstärkte Kontrollen sind notwendig

Wien (OTS) - Für Staatssekretärin Christa Kranzl besteht in Sachen Kleines Glücksspiel weiterhin Handlungsbedarf. "Es ist erfreulich, wenn die Medien - wie zuletzt der ORF - sich zunehmend dieses Themas annehmen, denn das Kleine Glücksspiel birgt ein großes Gefahrenpotenzial", so Kranzl. Die Konsequenzen des Kleinen Glücksspiels reichen oft von Spielsucht, Verschuldung bis hin zum Suizid. 120.000 Österreicher seien bereits spielsüchtig, wobei die Durchschnittsverschuldung rund 50.000 Euro betrage. Studien gehen davon aus, dass 2007 die Spieleinsätze der Österreicher auf über 13 Mrd. Euro gestiegen sind, rund die Hälfte davon fließe ins Automatengeschäft. Ebenso sei bedenklich, dass immer jüngere Menschen von Spielsucht betroffen seien.

Neben der zunehmenden Information durch die Medien, seien allerdings auch konkrete politische Schritte nötig, um hier entschieden gegen die Spielsucht vorgehen zu können. "Kontrollen finden kaum oder gar nicht statt. Zudem fehlt es auch an ausgebildeten Fachkräften, die über das notwendige technische Know-how verfügen um etwaige Manipulationen an Automaten feststellen zu können. Gegen illegale Machenschaften ist mit aller Härte vorzugehen", erläuterte Kranzl. Die Staatssekretärin begrüßt daher ausdrücklich die Verbannung der Spielautomaten durch die Städte Amstetten, Mistelbach, Ybbs und Schwechat, sowie die Übermittlung einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatssanwaltschaft durch Stadträtin Sima in Wien. Kranzl warte auch gespannt auf das Ergebnis der parlamentarischen Anfragen von NR Johann Mayer an den Innen- und den Finanzminister, die jeweils über 80 Fragen zum Thema Kleines Glücksspiel beinhalten.

Die Staatssekretärin habe sich immer vehement gegen die Legalisierung des Kleinen Glücksspiels in den Bundesländern ausgesprochen. Die Bevölkerung unterstütze diesen Kurs ausdrücklich. "Die - im Jänner 2006 - von mir in Auftrag gegebene IFES-Studie, belegt nachdrücklich, dass rund 75 Prozent der Niederösterreicher Glücksspielautomaten grundsätzlich ablehnen und sich gegen Glücksspielhallen aussprechen", betont die Staatssekretärin weiter. Da die VP-NÖ im Wahlkampf immer wieder gerne ihre familienpolitische Verantwortung entdeckt, erinnert Kranzl in diesem Zusammenhang daran, dass auch Landeshauptmann Pröll sich noch im Jahr 2003 klar gegen das Kleine Glücksspiel ausgesprochen habe. "’Das Glücksspiel kann viel Unglück über die Familien bringen, viele tappen in die Schuldenfalle - Wir sollen unsere Jugend nicht verführen’, erklärte Pröll damals (Kurier, 27.11.2003), um kurze Zeit später das Niederösterreichische Spielautomatengesetz zu beschließen. So viel zum Stehvermögen des Herrn Landeshauptmanns und der familienpolitischen Positionierung der VP-NÖ", so Kranzl abschließend. (Schluss)

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