Bartenstein: Wir nähern uns weiter dem Ziel der Vollbeschäftigung

Größtes Beschäftigungsplus seit 2007, stärkster Rückgang der Zahl der Arbeitsuchenden seit dem Jahr 2000

Wien (BMWA/OTS) - "Wir rücken dem Ziel der Vollbeschäftigung bis 2010, dem wichtigsten Ziel der Regierung, weiter näher", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein heute in einer gemeinsamem Pressekonferenz mit den AMS-Vorständen Herbert Buchinger und Johannes Kopf. "Diese Entwicklung ist den exzellenten Wirtschaftsdaten mit einem Wachstum um mehr als drei Prozent und auch der aktiven und finanziell gut ausgestatteten Arbeitsmarktpolitik zu verdanken. Die Basis für mehr Beschäftigung und weniger Arbeitslose hat mehr als gestimmt."

Das Jahr 2007 sei ein Jahr exzellenten Wachstums gewesen. Die Konjunktur werde sich auch im Jahr 2008 robust entwickeln, allerdings mit einer leichten Abschwächung. Es sei mit "einem Zweier statt einem Dreier vor dem Komma" zu rechnen, so Bartenstein. Dabei seien einige Risiken zu beachten, wie die noch nicht ausgestandene Kreditkrise, das Erreichen der 100-Dollar-Marke beim Ölpreis sowie der hohe Euro. "Hier gibt es einige dunkle Wolken auf dem strahlend blauen Himmel", so Bartenstein. Es sei daher notwendig, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Als nächsten konkreten Schritt kündigte Bartenstein in diesem Zusammenhang die Finalisierung der Sozialpartnerverhandlungen für ein neues Jugendbeschäftigungspaket an. Dafür seien die Verhandler derzeit in Permanenz unterwegs, es gebe die Möglichkeit, das Jugendbeschäftigungspaket bis zur Regierungsklausur abzuschließen.

Großes Lob zollte der Minister den AMS-Vorständen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit. Österreich habe "das beste AMS der Welt", so der Minister.

Im Jahr 2007 sei die Arbeitslosigkeit quer durch alle Gruppen gesunken, der Rückgang der Jahresdurchschnittswerte weise für das abgelaufene Jahr ein Minus von 17.000 bzw. 7,1 Prozent aus. Das sei der stärkste Rückgang seit dem Jahr 2000. Bei der Beschäftigung habe es mit einem Zuwachs von 63.000 den höchsten Anstieg seit 1991 gegeben. Besondere Bedeutung habe dabei, dass von diesen 63.000 neuen Jobs rund 50.000 als Vollzeitjobs anzusehen seien. "Die vielfach geäußerte Kritik, dass der Beschäftigungszuwachs zum Großteil auf Teilzeitbeschäftigung beruhe, wird durch diese Fakten eindeutig widerlegt", betonte Bartenstein.

Als "weiteres Highlight der Entwicklung" sieht der Minister den deutlichen Rückgang der Verweildauer von durchschnittlich 108 Tagen im Jahr 2004 auf 92 Tage im Vorjahr. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen - länger als 12 Monate - sei gegenüber 2004 auf ein Drittel zurückgegangen. Die Arbeiterkammer habe für 2007 mit 112 Punkten den besten Arbeitsklimaindex seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1995 ermittelt, betonte Bartenstein.

Für das neue Jahr erwartet sich Bartenstein einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Er rechne mit einem Rückgang in der Größenordnung von 5.000 bis 6000 und sei damit optimistischer als die Prognosen der Wirtschaftsforscher.

Als eine besondere Zielgruppe für die Arbeitsmarktpolitik bezeichnete Bartenstein die jungen Menschen. Erfreulich sei daher, dass die Lehrstellenlücke besonders stark zurückgegangen sei. Auch die Zahl der (erwachsenen) Schulungsteilnehmer sei zurückgegangen, nicht jedoch die dafür zur Verfügung stehenden Finanzmittel. Das bedeute, dass mit gleichem Investitionsvolumen längere, bessere und intensivere Schulungsmaßnahmen für den Einzelnen möglich werden, erklärte der Minister.

Zur Öffnung des Arbeitsmarktes für die neuen EU-Mitgliedstaaten sprach sich Bartenstein für ein schrittweises und am Bedarf orientiertes Vorgehen aus. Nach der ersten Öffnung mit der Fachkräfteverordnung 2007 für drei Berufsgruppen gebe es 2008 auf Vorschlag der Sozialpartner die Öffnung für 50 Berufsgruppen. "Fehlende Fachkräfte kosten Wachstum und damit Jobs. Diesem Mangel wollen wir zuerst mit einer Optimierung der Lehrlingsausbildung, in zweiter Linie mit dem Qualifizierungsprogramm des AMS und an dritter Stelle durch bedarfsorientierte Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten beheben", so Bartenstein.

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