Heinisch-Hosek: Frauen sind LeistungsträgerInnen - Steuersenkungen müssen ihnen zu Gute kommen

Wien (SK) - In einem Punkt stimmt SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek mit ÖVP-Obmann Molterer überein: "Die Leistungsträger müssen bei der kommenden Steuerreform entlastet werden." Doch während Molterer unter Leistungsträger SpitzenverdienerInnen versteht, sind für Heinisch-Hosek vor allem die Frauen die eigentlichen LeistungsträgerInnen in diesem Land. "Vor allem Frauen leisten besonders viel für diese Gesellschaft. Leider sind Frauen auch jene, die sehr stark in den unteren Einkommenbereichen vertreten sind. Daher ist es wichtig, in diesem Segment endlich spürbare Entlastungen durchzuführen, beispielsweise indem die Steuertarife verändert werden, damit frau nicht sofort nach Überschreiten der Steuerfreigrenze von 10.000 Euro im Jahr gemeinsam mit der Sozialversicherung bis zu 50 Prozent ihres Einkommens abliefern muss. Außerdem ist die Verdoppelung der Negativsteuer für NiedrigverdienerInnen anzustreben", unterstrich Heinisch-Hosek am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Molterer wolle lediglich für vier Prozent der Einkommensbezieher deutlich spürbare Steuersenkungen durchführen. "Das ist sehr kostspielig und der Mittelstand hat von dieser geplanten ÖVP-Maßnahme nichts", so Heinisch-Hosek. Im Segment der Spitzenverdiener sind überdies vorwiegend Männer vertreten. Für die Hundertausenden Frauen, die sich als Alleinerzieherinnen mit schlecht bezahlten Jobs durchschlagen müssen, würde wieder einmal nichts herausschauen. "Im Grunde will Molterer für sich und seine Freunde eine steuerliche Entlastung durchsetzen. Denn als Politiker fällt er in die Kategorie der Spitzenverdiener. Das muss man den Menschen wirklich erst erklären, wenn wir PolitikerInnen für uns selbst etwas herausholen, während der Großteil der SteuerzahlerInnen wesentlich weniger von einer Steuerreform und viele Frauen gar nichts davon haben", schloss Heinisch-Hosek. (Schluss) up/mp

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