PRÖLL: Erhebliche Lawinengefahr in ganz Österreich ernst nehmen

Lebensministerium rät allen SkifahrerInnen auf markierten Pisten zu bleiben

Wien (OTS) - Das Lebensministerium warnt angesichts der erhöhten Lawinengefahr vor Abfahrten im freien Gelände und rät allen SchifahrerInnen und SnowboarderInnen auf markierten und gesicherten Pisten zu bleiben. In dieser Wintersaison forderten Lawinenabgänge bereits 20 Menschenleben, darüber hinaus gibt es viele Verletzte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 3 Tote. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Nach zum Teil erheblichen Neuschneezuwächsen und starken Föhnstürmen in großen Teilen der Alpen besteht vielerorts erhebliche Lawinengefahr (Lawinenwarnstufe 3 der fünfteiligen Skala). Die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung, einer Dienststelle des Lebensministeriums, warnen davor, diese Lawinenwarnstufe zu unterschätzen. Trotz der Freude am Fahren im Pulverschnee müssen Warnhinweise und Sperrtafeln unbedingt beachten werden. Werden Schihänge wegen Zweifel an der Lawinensicherheit gesperrt, bedeutet das Befahren nicht nur für den Missachter Lebensgefahr, sondern bringt dies oft auch viele Helfer wie Bergretter, Flugretter, Hundeführer oder Suchhunde bei einer Verschüttetensuchaktion in unmittelbare Gefahr.

Fahrten abseits präparierter und kontrollierter Schipisten dürfen aus Selbstschutzgründen nicht alleine unternommen werden. Am besten plant und führt eine solche Tiefschneetour ein erfahrener, ortskundiger Schiführer. Vor der Tour ist der Lawinenlagebericht genau zu studieren und Informationen über die lokalen Verhältnisse einzuholen. Zudem ist hier das Tragen eines Verschüttetensuchgerätes ein absolutes Muss. Weiters ist es für alle Touren- und VariantenfahrerInnen empfehlenswert wichtige Informationen und weitere Verhaltensmaßnahmen bei den Lawinenwarndiensten und der Bergrettung zu erfragen.

Zur Sicherung des Siedlungsraumes sowie der präparierten Pisten werden vom Bund, den Ländern und den Gemeinden jährlich ca. 22 Millionen Euro für den Lawinenschutz aufgewendet, diese Bereiche gelten als sicher.

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