Pacher: Kein Steuergeld für "künstlichen" Fußballverein

Profifußball weltweit ein Geschäft, in Kärnten ein Sanierungsfall

Klagenfurt (OTS) - Gegen öffentliche Forderungen in Millionenhöhe für einen Profi-Fußballklub sprach sich heute erneut Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher aus. Es sei keineswegs einzusehen, dass der laufende Betrieb eines ohnehin mit Millionenzuschüssen der damals noch landeseigenen Hypobank künstlich nach Kärnten transplantierten Sportvereins mit weiteren Steuermitteln subventioniert werden solle. Pacher: "Schon die Errichtung und vor allem die Erhaltung des Wörtherseestadions wird den Kärntner Steuerzahler jahrzehntelang schwer belasten. Den Betrieb eines Profi-Fußballvereins mit weiterem Steuergeld aufrecht zu erhalten, ist indiskutabel." Weltweit sei Spitzenfußball ein enormes Geschäft, lediglich in Kärnten habe man es geschafft, binnen einer Saison finanziell und sportlich zum Sanierungsfall zu werden.

Die Tausenden Klein- und Mittelbetriebe in Kärnten müssten täglich Spitzenleistungen erbringen und sich meist ohne öffentliche Förderungen auf dem Markt behaupten, während ein trotz Traumgagen für Spieler und Trainer vom Abstieg bedrohter Fußballverein Millionen an öffentlichen Geldern fordere. Die Dimensionen der im Raum stehenden Summen mache klar, wie unverhältnismäßig die Forderungen des Vereinsmanagements seien: Für die gesamte Kleinstgewerbeförderung, die in Kärnten ca. 22.000 Betriebe mit mehr als 100.000 Arbeitsplätzen umfasse, stünden im Wege des KWF gerade einmal 1,3 Millionen Euro jährlich zu Verfügung - also nur geringfügig mehr, als der marode Sportverein, bei dem es im Wesentlichen um elf Spieler und einen Trainer gehe, pro Jahr an öffentlichen Subventionen erwarte. Pacher: "Im Namen der Kärntner Wirtschaft erwarte ich mir hier vom Land Kärnten eine klare Haltung: kein Steuergeld für den SK Austria. Die Aufgabe der öffentlichen Hand ist es nicht, Profifußballvereine durchzufüttern, sondern zukunftssichernde Maßnahmen für die KMU, die Infrastruktur und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu treffen."

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