Luftfahrt-Fachverband übt Kritik an Leistungen und Führungsstil der Austro Control

Bucek: "Immer mehr Piloten mit Austro Control-Leistungen unzufrieden" - Luftfahrt für Einrichtung einer kostenlosen telefonischen Flugwetterberatung

Wien (OTS) - Kritik an der Austro Control GmbH übt der Fachvertreter der Salzburger Luftfahrtunternehmen, Anton K. Bucek. Der von den Geschäftsführern der Austro Control GmbH vorgegebene Unternehmenskurs sei zu sehr auf vordergründige Erfolgsmeldungen ausgerichtet, während die Unzufriedenheit der Pilotenschaft mit den ACG- Leistungen stetig steige. Bucek verweist darauf, dass sowohl Verkehrsminister als auch die Luftverkehrsstaatssekretärin über diese dramatische Entwicklung auch vom Fachverband der Luftfahrtunternehmungen informiert wurden. Alle kritischen Anmerkungen seien aber von der Geschäftsführung der ACG heruntergespielt und "Schönfärberei gegenüber den politischen Verantwortungsträgern" praktiziert worden.

Die soeben bekannt gewordene "Customer Care" Kundenbefragung 2007 sei, so Bucek weiter, mehr als besorgniserregend. Demzufolge ist die Zufriedenheit der Privatpiloten von 62,3 Prozent im ersten Halbjahr 2006 auf 48,3 Prozent im ersten Halbjahr 2007 zurückgegangen. Als Gründe, die einen Anruf beim "24 Stunden Helpdesk" notwendig machten, werden "Fragen zum Flugplan", "Schwierigkeiten mit dem System" und "nicht verfügbare Informationen" bis hin zu "meteorologischen Fragen" angeführt.

Gerade die meteorologische Flugvorbereitung sei ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Telefonisch werde dieses Service über eine sehr teure Mehrwerttelefonnummer angeboten. Bucek: "Gerade in dieser Frage ist die Führung der ACG völlig uneinsichtig. Kein Wunder, dass die Meinung der ACG-Kunden einen Tiefstand erreicht hat. Die Mehrwerttelefonnummer muss einer kostenlosen telefonischen Flugwetterberatung weichen". Die Mitarbeiter der ACG seien an dieser Entwicklung weitgehend unschuldig. Sie seien ebenso Leidtragende des Führungsstils und des angeblichen Sparkurses. Dieser führe auch zu einer überbordenen Bürokratie für die Allgemeine Luftfahrt bei lokalen Sichtflügen von und zu den internationalen Bundesländerflughäfen wie z.B. Salzburg.

Auch technisch seien in den letzten Jahren Investitionen in die Sicherheit verschlafen worden. So komme es in Flughöhen von unter 10.000 Fuß immer noch zu Kommunikationsproblemen zwischen Piloten und der Flugsicherung, da Österreich noch immer viele Funklöcher ohne Empfang aufweist, "während in jedem Talschluss mobil telefoniert werden kann", ärgert sich Bucek. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Luftfahrtunternehmungen
Mag. Alexander Piekniczek
Tel.: (++43) 0590 900-3252
Fax: (++43) 0590 900-282
fly@luftfahrt.or.at
http://www.luftfahrt.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004