BahnhofCity Wien West für Häupl wichtiger Impulsgeber für Wien

Wien (OTS) - Die bis zum Jahr 2011 vorgesehene Umgestaltung des heutigen Westbahnhofs als moderner Reise- wie auch städtischer Shoppingort war Thema eines Mediengespräches am Montag in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Michael Häupl, ÖBB-Generaldirektor Mag. Martin Huber und Infrastrukturminister Werner Faymann. Die Stadt sage in Richtung ÖBB ehrlich "Danke" meinte Häupl, der die stadtentwicklungspolitische Dimension des 130 Millionen-Umbaus für Wien im allgemeinen, den 15. Bezirk und die Marahilfer Strasse im besonderen hervorhob. "Nach Ende sämtlicher Bahnhofsumbauten (Hauptbahnhof, Praterstern, Wien-Mitte, Westbahnhof) in der Stadt, wird Wien ohne Übertreibung eine andere Stadt sein", betonte Häupl.

Wesentliche Neuerungen am Westbahnhof, der nach Fertigstellung des Hauptbahnhofes Wiens wichtigster Regionalbahnhof werden wird, sind die Errichtung eines Hotels und eines Bürogebäudes an den jeweiligen Flanken des Bahnhofs. Die denkmalgeschützte, zwischen 1949 und 1954 nach den Plänen von Robert Hartinger, Sepp Wöhnhart und Franz Xaver Schlarbaum errichtete Haupthalle bleibt bestehen, wird aber laut Huber anders "bespielt" werden. Wesentliche Neuerung ist auch ein rund 17.000 Quadratmeter großer Bereich für Gastronomie und Dienstleistungen. Insgesamt wird es um die 80 Geschäfte geben. Eine Sonntagsöffnung sei nicht vorgesehen, so Häupl auf Anfrage von Journalisten. Der Bahnhof wird zur Gänze videoüberwacht sein, die Polizei wird laut ÖBB-Generaldirektor, auch hinsichtlich des Wachzimmers visuell sehr präsent sein.

Bislang zählt der Westbahnhof rund 60.000 Zugreisende und Besucher am Tag. Mit der Konzentration auf den neuen Hauptbahnhof rechnet man, laut Huber, mit einem temporären Rückgang der Besucherfrequenz auf um die 45.000 Personen pro Tag, wobei durch den viergleisigen Ausbau der Westbahnstrecke bzw. nach Fertigstellung der Tunnel-Anlagen zwischen Wien und St. Pölten wieder eine Annäherung an die heutige Besucherzahl gerechnet wird. Ein Detail: Laut Häupl ist der modal split auf der Weststrecke bislang am besten. Hier nutzen rund ein Drittel der Pendler die öffentlichen Verkehrsmittel, etwas schwächer sieht es hierbei auf der Südstrecke aus.

ÖBB am Westbahnhof: Provisorium ab Herbst 08

Die Neugestaltung, die ab Herbst 2008 umgesetzt wird, hat zur Folge, dass ab Mitte September der jetzige Bahnhof gesperrt werden muss. Im Gegenzug wird ein 3.000 Quadratmeter großes Provisorium an der Äußeren Mariahilfer Straße, Ecke Langauergasse/Gerstnerstrasse erreichtet, wo der gesamte Fahrgastbetrieb und sämtliche weiteren Serviceeinrichtungen betrieben werden.

Österreichweite Bahnhofsmodernisierung - Wien spielt zentrale Rolle

Insgesamt investieren die ÖBB bis 2015 rund 2 Milliarden Euro in den Umbau und in die Modernisierung der bundesweiten Bahnhofsareale. Für Wien sind hierfür, so Faymann, der bis zu seinem Wechsel in die Bundesregierung Wiens Wohnbaustadtrat war, rund die Hälfte der Summe vorgesehen. Ein Blick in die nahe Zukunft: Anfang April wird der völlig umgebaute Bahnhof Praterstern wieder eröffnet.

Geschichte des Bahnhofs

Der Wiener Westbahnhof wurde im Jahr 1951 in Betrieb genommen und ersetzte den zwischen 1857 und 1859 errichteten Kaiserin-Elisabeth-Bahnhof, der im Zweiten Weltkrieg dermaßen zerstört wurde, dass ein Neubau vonnöten war. (Schluss) hch

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