Gewerbe und Handwerk: Konjunktur etwas abgeschwächt

Plus der Auftragsbestände bei 6 Prozent - Beschäftigungswachstum 2008 möglicherweise geringer

Wien (PWK006) - Abnehmender Optimismus für 2008, aber eine noch positive Entwicklung in den investitionsgüternahen Branchen sowie eine Fortsetzung des Aufschwungs im konsumnahen Bereich kennzeichnen das 4. Quartal des Jahres 2007. "Das Konjunkturpflänzchen sollte daher durch einen entsprechenden Dünger am Leben erhalten werden", betonte heute, Montag, der Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Georg Toifl. Insgesamt ziehe die Sparte eine positive Bilanz für das Jahr 2007. Quer durch alle Betriebgrößen und für alle Sektoren lasse sich zumindest eine ausgeglichene Bilanz ziehen. Das Plus der Auftragsbestände liege bei rund sechs Prozent und damit auf dem Niveau des Jahres 2000, so der Direktor der KMU-Forschung Austria, Walter Bornett.

Konjunkturtreiber und -erhalter sei die private Nachfrage, die 90 Prozent der gesamten Aufträge ausmache. "Jede Veränderung dort, etwa die Abschaffung der Wohnbauförderung, hat seismographische Auswirkungen auf die Konjunktur von Gewerbe und Handwerk", so Bornett. Stiegen die privaten Aufträge um 6,3 Prozent, war bei den Aufträgen der öffentlichen Hand nur ein Plus von drei Prozent zu vermelden.

Besonders gut haben sich die Branchen Metall-Elektro, das Baugewerbe, Holz, das Baunebengewerbe und sowie Chemie und Kunststoff geschlagen. Mit Probleme hätten 2007 die KFZ-Techniker zu kämpfen gehabt.

Für das I. Quartal 2008 sind die Unternehmerinnen und Unternehmer weniger zuversichtlich als im Vorjahr. In den investitionsgüternahen Gewerbe- und Handwerksbranchen erwarten 15 % der Betriebe eine positive Entwicklung im I. Quartal 2008 (Vorjahr: 17 %). 74 % (Vorjahr: 71 %) rechnen mit gleich bleibenden Auftragseingängen; 11 % (Vorjahr: 12 %) befürchten Rückgänge. In den konsumnahen Branchen liegt der Anteil der Optimisten bei 12 % (Vorjahr: 28 %), der Anteil der Pessimisten, die Umsatzeinbußen im I. Quartal befürchten, liegt bei 5 % (Vorjahr: 10 %). Unveränderte Umsätze werden von 83 % der Betriebe prognostiziert (Vorjahr: 62 %).

76 % der Gewerbe- und Handwerksbetriebe werden den Beschäftigtenstand in den kommenden Monaten halten. 13 % der Betriebe beabsichtigen, Personal einzustellen und 11 % befürchten, den Beschäftigtenstand reduzieren zu müssen. Die insgesamt geplante Verringerung des Personalstands im Zeitraum Jänner bis März 2007 (-2,8 %) liegt aber unter dem Niveau des Vorjahres (-3,6 %). "Fraglich ist aber ob es 2008 ähnliche Zuwachsraten bei der Beschäftigung wie 2007 geben wird", so Bornett. (us)

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