Projekt zur Bekämpfung der Geldwäsche in Kroatien

Von Österreich geführtes EU-Projekt erfolgreich beendet

Wien (OTS) - Mit Ende Dezember 2007 wurde das Cards 2003 - EU Twinning Projekt "Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche in Kroatien" erfolgreich beendet. Durch dieses Vorhaben sollte die Effizienz der kroatischen Geldwäschebekämpfung gesteigert und an die allgemeinen EU-Standards herangeführt werden. Besonders herausfordernd war dabei, die Koordination der insgesamt elf Institutionen, die in Kroatien für diese Aufgabe zuständig sind. Von der EU, die diese Vorhaben als Twinning-Projekt führte, wurde Österreich aufgrund seiner führenden Rolle bei der Geldwäschebekämpfung als Partner für Kroatien ausgewählt. Das österreichische Team unter der Führung von Mag. Josef Mahr, Leiter der Geldwäschemeldestelle im Bundeskriminalamt, bestand aus Experten des Innen- und Finanzministeriums, der Finanzmarktaufsicht, der Österreichischen Nationalbank und aus Bankenvertetern.

Im Rahmen des Projektes wurden unter anderem allgemein gültige Richtlinien für die meldepflichtigen Berufgsgruppen sowie verbindliche Handbücher für die mit der Bekämpfung von Geldwäsche beauftragten Institutionen erstellt. Zusätzlich wurden standartisierte Ausbildungsmodelle und eine Aktionsplan für die internationale Zusammenarbeit erarbeitet.
Das Projekt hatte ein Finanzierungsvolumen von 800.000 Euro, begann im Juni 2006 und umfasste 51 Workshops an denen mehr als 500 kroatische sowie internationale Experten teilnahmen.

Trotzdem das Projekt erst im Dezember 2007 abgeschlossen wurde, zeigten sich schon während der Trainingsphase erste Erfolge. So stiegen in Kroatien die Verurteilungen wegen Geldwäsche um 62 Prozent an und fast 23 Million Euro "gewaschenes" Geld wurde von den Gerichten beschlagnahmt.
Der österreichische Twinning Partner "Austrian Agency for European Intergration and Economic Development" konnte unter anderem dadurch sehr grosse internationale Anerkennung für Österreich erzielen.

Für Innenminister Günther Platter war bei diesem Vorhaben insbeondere der praktische Zugang aller Beteiligten wichtig. So fanden schon während der Projektphase mehrere gemeinsame Arbeitstreffen zur Vertiefung der internationale Zusammenarbeit statt. Unter anderem dadurch war es möglich wichtige Informationen für österreichische Strafverfahren zu erhalten. "Das beweist, dass internationale polizeiliche Kooperation eine Investition in die Sicherheit Österreichs ist", so Platter abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bundeskriminalamt
Oberst Gerald Hesztera
Tel.: 0664 323 00 16
gerald.hesztera@bmi.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NIN0001