SJÖ zu Schwangerschaftsabbruch: FPÖ soll "Kontrakt der absurden Ideen" aufkündigen

Selbstbestimmungsrecht der Frau über den eigenen Körper ist unantastbar

Wien (OTS) - Als vollkommen absurd erachtet Stefanie Vasold, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), den FPÖ-Vorschlag, Frauen eine Gebärprämie auszuzahlen. "Die FPÖ sollte ihren 'Kontrakt der absurden Ideen' aufkündigen und Frauen endlich ihr Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper zugestehen. Denn das hat sich offenbar trotz des mehr als 30-jährigen Bestehens der Fristenregelung noch nicht ganz herumgesprochen", so Vasold am Sonntag.

Wolfgang Moitzi, geschäftsführender Vorsitzender der SJÖ, findet es bizarr, dass FPÖ und ÖVP der Meinung sind, Frauen bevormunden zu können:

"Statt Frauen auf Gebärmaschinen zu reduzieren, sollten sich diese selbsternannten Frauenentmündigungsparteien darauf konzentrieren, Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Kind wie z.B. ausreichend Kinderbetreuungsplätze zu fordern. Entgegen der Meinung von FPÖ und ÖVP sind Frauen sehr wohl selbst in der Lage zu entscheiden, ob sie ein Kind bekommen wollen oder nicht."

Vasold und Moitzi fordern abschließend die bundesweite Einführung von Schutzzonen rund um Kliniken, in denen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, um die betroffenen Frauen vor dem Psychoterror der BevormundungsfanatikerInnen zu schützen. Dies scheiterte nämlich jüngst am Widerstand der ÖVP. "Die Vorschläge von ÖVP und FPÖ erwecken den Eindruck einer gewollten Rennaisance einer Gebärpolitik, die eigentlich der Vergangenheit angehören sollte. Es bleibt abzuwarten, wann ÖVP und FPÖ frauenpolitisch endlich im 21. Jahrhundert ankommen", so Vasold und Moitzi.

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