Gaßner: SPÖ startet Agrar-Info-Kampagne mit Inserat in der größten Agrarzeitung Österreichs

Wien (SK) - "Die Arroganz und die ablehnende Haltung der ÖVP und des Bauernbundes gegenüber den berechtigten Anliegen zig Tausender Bauern sowie die Weigerung der Volkspartei, das Agrar-Fördersystem endlich gerecht zu gestalten, hat die SPÖ bewogen, die Bauernschaft über die ÖVP-Agrarpolitik genauer zu informieren", sagte SPÖ-Agrarsprecher Kurt Gaßner Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Gaßner habe daher gemeinsam mit der Vorsitzenden der SPÖ-Bauern, Monika Kaufmann, ein Inserat in der größten österreichischen Agrarzeitung "Blick ins Land" geschaltet, die derzeit an die Landwirte versendet wird. ****

"Wir haben deswegen in 'Blick ins Land' insereriert, weil mit einer Auflage von 182.000 Stück praktisch alle Bauern in Österreich erreicht werden. Dieses Inserat soll aber nur der Auftakt für eine Informationskampagne sein, um die Ungerechtigkeiten bei der Verteilung der Förderungen im Agrarbereich aufzuzeigen. Wir wollen das ändern, und die ÖVP zwingen, endlich ihren ausschließlichen Lobbyismus für die Großbauern aufzugeben und sich mehr um die kleineren Landwirte zu kümmern, die die Unterstützungen aus den milliardenschweren Fördertöpfen weitaus dringender notwendig haben", unterstrich Gaßner. Im folgenden der Wortlaut des ganzseitigen Inserates:

"Liebe Bäuerin, lieber Bauer, bekommen Sie auch 1 Million Euro jedes Jahr? Oder gehören Sie zu einem der 60.000 bäuerlichen Betrieben, die mit durchschnittlich 1.603 Euro an Unterstützung das Auslangen finden müssen?

Sie werden sicher Landwirte kennen, die in den letzten sieben Jahren aufgeben mussten. Auch noch so harter Einsatz hat für viele nicht gereicht, um von ihrer Arbeit leben zu können. 28.000 Betriebe mussten zwischen 1999 und 2005 zusperren. Das sind 13 Höfe pro Tag! Im Gegensatz dazu erhalten 564 Großbetriebe in Österreich fast so viel Förderung wie 60.000 Landwirte, das sind ein Drittel aller Bauern, darunter viele Bergbauern. Ist das gerecht? Unserer Meinung nach: Nein.

Zwei Milliarden Euro jährlich stehen Landwirtschaftsminister Pröll für die Förderung der Landwirtschaft zur Verfügung. Das würde reichen, um allen Bauern das Überleben zu sichern. Das Geld müsste nur an alle landwirtschaftlichen Betriebe gerecht verteilt werden. Genau das verhindern aber die ÖVP und der Bauerbund. In den letzten Jahren unternahm die ÖVP-Großbauernlobby alles, um den Bauern das Leben so schwer wie möglich zu machen: 40.000 Milchbauern wurde die Milchquote verweigert, um sie großen Bauern zuschanzen zu können. Außerdem: 7.500 Bauern warten seit Jahren auf die ihnen zugesagten Betriebsprämien.

Wenn Sie trotz härtester Arbeit kaum über die Runden kommen, dann liegt es daran, dass die verantwortlichen ÖVP-Agrarpolitiker nichts für Sie tun wollen. Die ÖVP will eine Struktur mit möglichst großen Betrieben. Das Sterben vieler Betriebe wird daher von Minister Pröll und ÖVP-Bauernbundchef Grillitsch bewusst in Kauf genommen.

Die SPÖ setzt sich für eine geechte Verteilung des Förderkuchens ein. Die Arbeit des einzelnen Bauern muss sich wieder bezahlt machen. Wir unterstützen Sie im Parlament, in den Landtagen und in den Kammern, damit Sie zu Ihrem gerechten Anteil kommen.
Mit herzlichen Grüßen, Monika Kaufmann, Kurt Gaßner.
(Schluss) js/sw

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