Brinek: Schluss mit Gießkannenprinzip – gezielte Mittelaufstockung an Universitäten ist gefragt

ÖVP-Wissenschaftssprecherin unterstützt Hahn – kein Verständnis für Kritik bzgl. Bildungsumfrage

Wien, 05. Jänner 2008 (ÖVP-PK) „Schluss mit dem Gießkannenprinzip an den Universitäten“, fordert ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Gertrude Brinek. Sie plädiert – im Gegensatz zu SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal - für eine gezielte Mittelaufstockung, um 2020 das Ziel von zwei Prozent des BIP für den tertiären Bildungsbereich zu erreichen (gegenwärtig sind es 1,2 Prozent). „Das heißt bedarfsgerecht und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit“, so Brinek. Ihr geht es nicht um gleichmäßige Jahresraten. Vielmehr ist sie für die Reduktion der Zahl der Studienabbrecher/innen, die Steigerung der Qualität in den Magister- und Doktoratsprogrammen, den Ausbau der universitären Forschung inklusive Exzellenz-Initiativen, die Umsetzung weiterer Vorziehprofessuren sowie mehr Geld für die Fachhochschulen, die nach wie vor auf Basis der Budgets aus 1994 arbeiten müssen. ****

Zum Ziel, die Zahl der Studienabbrecher/innen zu reduzieren, merkt Brinek an: „50 Prozent der Schüler/innen entschließen sich erst nach der Matura zu einem Studium und 20 Prozent erst am Schalter der ÖH für das jeweilige Fach bzw. die Studienrichtung.“ Das ist für Brinek „ein unbefriedigender Zustand“, an dessen Behebung maßgeblich die Schule arbeiten muss.

Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin unterstützt den Vorschlag der Universitätenkonferenz (vormals Rektorenkonferenz), in dem es um die bessere Strukturierung der Doktoratsprogramme geht. Das bedeutet: Studierende verhalten sich nicht als junge Einzelforscher/innen, sondern arbeiten in Themengruppen - von einem Team betreut - zusammen. Aus Brineks Sicht stellt die qualitätsorientierte Auswahl der Studierenden bei entsprechender Mittelausstattung – sowohl am Beginn des Masterstudiums als auch am Beginn des Doktoratsstudiums – keine soziale Hürde dar.

Kein Verständnis hat Brinek für die Kritik an Wissenschaftsminister Hahn bzgl. der Studie zum Schulsystem. „Offenbar hat das Ergebnis der Studie die SPÖ genervt“, so Brinek. „Der Wissenschafts- und Forschungsminister ist auch für Bildungsfragen zuständig, schließlich gibt es allein an der Uni Wien 4.000 Studierende, die sich mit Bildung/Bildungswissenschaft auseinandersetzen“, betont die ÖVP-Wissenschaftssprecherin. Die SPÖ, die immer faktenbasierte Politik fordert, wird sich verstärkt mit empirischen Fakten beschäftigen müssen, verweist Brinek u.a. auf die jüngst von Uni-Prof. Fend veröffentlichte Studie zur „Wirkung von Gesamtschulen“. In dieser Studie wurde nachgewiesen, dass sich der schulische Einfluss auf die weitere Bildungs- und Berufskarriere verliert und andere familiäre Hintergrundfaktoren maßgeblich bleiben. Brinek setzt so wie Fend daher im Schulbereich auf „pragmatische Optionen“, zu denen der Ausbau der Frühförderung gehört.

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