EAG-Börsegang kostet jeden OÖ-Haushalt 200 Euro

Frais: "Verlust durch Börsegang entspricht der Jahres-Pensionserhöhung für 2008"

Linz (OTS) - 110 Millionen Euro Verlust würde Pühringer verursachen, wenn er die Energie AG-Aktien zum "fairen IPO-Preis" von knapp 20 Euro laut Wirtschaftsblatt an die Börse bringt. "An dieser Summe zeigt sich, dass beim Börsegang der Bezug zur Realität verloren geht. Denn 110 Millionen Euro Verlust würden für jeden der 543.454 oberösterreichischen Haushalte Kosten von mehr als 200 Euro bedeuten. Das entspricht etwa einer kompletten Netto-Pensionserhöhung für das Jahr 2008", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais fest. Schon heute -so Frais - sei klar, dass diese 110 Millionen Euro schlussendlich von den Konsumenten durch höhere Strom-, Gas-, Müll- und Wassertarife zu bezahlen seien.

Mit knapp 20 Euro ist der "faire IPO-Preis" laut Börseexperten Gillinger vom Wirtschaftsblatt um 3,75 Euro pro Aktie geringer als der Rückkaufpreis der EAG-Aktien von der Energie Allianz (23,75 Euro/Aktie). "Wenn jetzt EAG-Aktien günstig an der Börse ausgegeben würden, obwohl diese zuvor zu einem höheren Preis mit öffentlichen Steuergeldern zurückgekauft wurden, dann müsste sich Pühringer den Vorwurf der Verschleuderung von oberösterreichischem Volksvermögen gefallen lassen. Die Menschen in Oberösterreich haben mit Sicherheit kein Verständnis dafür, dass ihr Eigentum zum Profit der Aktionäre verschleudert wird. Denn sobald es darum geht, die Verluste wieder auszugleichen, ist davon auszugehen, dass erneut die Konsumenten als Zahler aufscheinen - durch höhere Steuern und Tarife", argumentiert der SP-Klubobmann.

200 Euro Belastung pro Haushalt sind eine Dimension, die für viele Menschen in Oberösterreich kaum oder gar nicht zu bewältigen ist. "Vor dem Hintergrund der Verschleuderung von Volksvermögen erreicht die Verzögerung der Bürgerbefragung durch die ÖVP eine neue Tragweite: Das öffentliche Eigentum würde an die Aktionäre verschleudert und die Bevölkerung als Eigentümer dürfte erst danach darüber abstimmen. Wenn Pühringer und Anschober noch einen Rest an demokratiepolitischem Anstand besitzen, müssen sie daher den EAG-Börsegang aussetzen, bis die Bürger darüber abgestimmt haben", schließt Frais.

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