Marek: Auffangnetz für lehrstellensuchende Jugendliche seit 2001 versechsfacht

Voller Lehrabschluss in JASG-Lehrgängen bereits jetzt möglich

Wien (BMWA/OTS) - "Das Auffangnetz für lehrstellensuchende Jugendliche hat sich seit dem Ausbildungsjahr 2001/2002 versechsfacht", erklärte heute Staatssekretärin Christine Marek angesichts dem heute von Bundeskanzler Gusenbauer geforderten Ausbau der Ausbildungsgarantie für Jugendliche bis 18 Jahre. Gab es im Ausbildungsjahr 2001/2002 2.113 JASG-Lehrgänge sind für das Ausbildungsjahr 2007/2008 12.500 JASG-Lehrgänge geplant. 8.217 wurden davon bereits realisiert. Bei diesen Lehrgängen auf der Grundlage des Jugendausbildungssicherungsgesetzes (JASG) gehe es darum, Jugendlichen, die am regulären Lehrstellenmarkt keine geeignete Ausbildungsangebote finden können, zusätzliche Lehrausbildungsplätze in überbetrieblicher Form zur Verfügung zu stellen. Marek stellte weiters klar, dass man in diesen Lehrgängen auch einen vollen Lehrabschluss machen könne. "Das, was Gusenbauer hier fordert, gibt es also bereits längst", so Marek.

Zur Weiterentwicklung des Blum-Bonus hinsichtlich der Koppelung an Qualitätskriterien erklärte Marek, dass dies bereits in Planung sei. Der Blum-Bonus werde in modifizierter Form fortgesetzt und komme neben Betrieben, die erstmals Lehrlinge ausbilden, künftig auch solchen zugute, die längere Zeit keine ausgebildet haben. Förderungen nach qualitätsbezogenen Kriterien - etwa Weiterbildung von Ausbildern, Prämien für ausgezeichnete Lehrabschlussprüfungen, Förderung von Frauen in typischen Männerberufen und dergleichen -werden verstärkt. Am 9. Jänner 2008 finde dazu ein Sozialpartnergipfel statt, bei dem das Reformprojekt für die Lehrlingsausbildung finalisiert werden solle.

Abschließend wies Marek Frauenministerin Bures darauf hin, dass bereits 50 Prozent der AMS-Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen verwendet werden, obwohl diese nur rund 43 Prozent der AMS-Kunden ausmachen. Die arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben des BMWA für das AMS sehen hierbei ganz klar vor, dass zumindest 50 Prozent der Mittel für Frauen aufgewendet werden müssen.

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