Handelsobmann Lemler: "Citymaut würde den Handel in Städten stark benachteiligen"

Bedrohung für den Handel in den Städten - Wettbewerb mit Einkaufszentren auf der "grünen Wiese" würde noch ungleicher als er derzeit schon ist

Wien (PWK004) - Mit einem klaren Nein spricht sich Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), gegen die Einführung einer Citymaut in österreichischen Städten aus: "Dort existiert ja überwiegend bereits eine Parkraumbewirtschaftung, sprich: Für das Parken werden bereits Gebühren eingehoben."

Schon jetzt habe die Notwendigkeit, für Parkmöglichkeiten zusätzlich zahlen zu müssen, oftmals abschreckende Wirkung: "Eine Citymaut stellt für den Handel eine echte Bedrohung dar. Betriebe in der Stadt würden benachteiligt werden, der Wettbewerb mit Einkaufszentren auf der ‚grünen Wiese’ würde noch ungleicher als er derzeit schon ist", warnt der Handelsobmann.

Eine Citymaut erinnere an das Mittelalter, die Ritter und die von ihnen eingehobenen Wegzölle: "So etwas ist im dritten Jahrtausend wohl kaum mehr zeitgemäß", meint Lemler. Dinge zu verbieten oder mit abschreckenden Hürden zu versehen, sei nicht der richtige Weg.

Vielmehr tritt er dafür ein, die Schadstoffbelastung auf anderen Wegen zu reduzieren, etwa durch Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs und den Einsatz innovativer technischer Lösungen auch für private Kraftfahrzeuge. (JR)

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