Grüne Alsergrund: Noch kein Alternativstandort für VinziBett - Gemeinde Wien gefordert

Kreutz: Versäumnisse der Stadtpolitik dürfen nicht auf Rücken der Ärmsten ausgetragen werden

Wien (OTS) - Schon kurz vor Weihnachten berichteten Medien, vom bevorstehenden "Aus" für die Notschlafstelle VinziBett in der Boltzmanngasse: "Der Bezirk ist an der Erhaltung des Hauses interessiert. Ein entsprechendes Verfahren läuft noch", stellt Monika Kreutz, Klubobfrau der Grünen Alsergrund, klar. Der Bauausschuss der Bezirksvertretung Alsergrund hatte in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2007 einer Bausperre für das Gebiet Boltzmanngasse-Alserbachstraße-Nußdorferstraße-Widerhofergasse zugestimmt, da dieses in die rundherum bestehende Schutzzone einbezogen werden soll.

"Natürlich stellt sich die Frage, warum das Haus nicht schon früher unter Schutz gestellt worden war", hebt die Klubobfrau hervor. Dass die Bereitstellung des Hauses für die Notschlafstelle VinziBett nur befristetet war, sei von Anfang an klar gewesen. "Die Stadt Wien trägt hier die Verantwortung eine langfristige Lösung zu finden", bedauert Kreutz die bis dato ergebnislosen Diskussionen. Eine Schlafstelle dieser Art in der Nähe des Franz-Josefs-Bahnhofes habe sich bewährt - wenngleich ihr Funktionieren derzeit vor allem dem unermüdlichen Engagement der darin ehrenamtlich Tätigen zu verdanken sei.

Die Grünen Alsergrund haben in der Bezirksvertretung darüber hinaus auch einen Antrag zur Errichtung eines Tageszentrums für Obdachlose in der Umgebung des Julius-Tandler-Platzes gestellt, der gegen die Stimmen von SPÖ und FPÖ eine Mehrheit fand. "Die Versäumnisse der Stadtpolitik dürfen wir nicht auf dem Rücken der Ärmsten unserer Gesellschaft austragen" schließt Kreutz.

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