Greenpeace: Mit Öko-Citymaut gegen die Feinstaubbelastung

Österreichische Städte sollen deutschem Vorbild folgen

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace fordert, dass die
mit Feinstaub stark belasteten Städte Wien, Graz und Klagenfurt dem Beispiel deutscher Stadtverwaltungen folgen und die Innenstädte endlich von Kraftfahrzeugen mit hohem Abgas und Feinstaubausstoß befreien. Nur so kann man der massiven Feinstaubbelastung in den österreichischen Ballungszentren Herr werden. "Dass es im letzten Jahr zu weniger Überschreitungen der erlaubten Feinstaubwerte kam, liegt in erster Linie am warmen Winter. Nur mit der Einführung der Öko-Citymaut kann der Individualverkehr als Hauptverursacher Nummer Eins nachhaltig in die Schranken gewiesen werden und die Gesundheit der Stadtbewohner gesichert werden", sagt Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl.

Derzeit gibt es in verschiedenen europäischen Städten wie etwa London oder Stockholm bereits eine City - Maut, wodurch der dortige Verkehr bereits stark zurückgegangen ist. Mailand erwartet sich von der Einführung der Citymaut das seit Jahren anhaltende Smogproblem endlich in den Griff zu bekommen. Untersuchungen haben nun ergeben, dass auch in kleineren Städten eine City-Maut eingeführt werden kann. So wurde zum Beispiel für Graz berechnet, dass die Feinstaub-Emissionen um beinahe 25 Prozent gesenkt werden könnten.

Im Kampf gegen die gesundheitliche Belastung der Stadtbewohner durch Abgase und Feinstaub führt mittelfristig kein Weg mehr an der Einführung von Öko-Citymauten in den großen Ballungszentren vorbei. Die Einnahmen aus der Citymaut müssen in den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und in die Förderung von sauberen Kraftfahrzeugen investiert werden. "Die Stadtpolitik kann sich ein Zögern auf Kosten der Gesundheit ihrer Bewohner nicht leisten", so Schinerl abschließend.

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Greenpeace CEE
Niklas Schinerl, Tel: 0664 612 67 04

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