Mandak zu Pflege: Kleine Wertanpassung des Pflegegeldes ist keine Erhöhung

Geringe Zahl der Anmeldungen ist Beweis für das Pflegechaos der Regierung

Wien (OTS) - In Reaktion auf die heute von Sozialminister Erwin Buchinger angekündigte Erhöhung des Pflegegeldes im Jahr 2009 meint Sabine Mandak, SeniorInnensprecherin der Grünen: "Von einer Erhöhung des Pflegegeldes im Jahr 2009 kann keine Rede sein. Im Regierungsprogramm ist lediglich von einer einmaligen Valorisierung -also einer Wertanpassung - die Rede. Das Pflegegeld
verliert jedes Jahr allein aufgrund der Inflation massiv an Kaufkraft". Dabei sei das Pflegegeld jetzt schon alles andere als kostendeckend. Wer ein Pflegegeld der Stufe 1 - 4 bezieht, erhält gerade mal einen Betreuungszuschuss in der Höhe von 2 - 4 Euro pro zuerkannter Betreuungsstunde.

"Die Amnestie ist gefallen, aber die Verunsicherung der Betroffenen ist geblieben. Die geringe Zahl der Anmeldungen bei der 24-Stunden Pflege zeigt deutlich, dass die Regierung mit ihrer Informationspolitik völlig versagt hat. Trotz der angekündigten Förderung ist die legale 24-Stunden Pflege für viele nicht leistbar", kritisiert Mandak. Bedauerlich sei außerdem, dass es kaum unselbständig beschäftigte PflegerInnen gebe. Das deute darauf hin, dass sowohl die Betroffenen als auch PflegerInnen keine echte Wahlfreiheit zwischen
selbständiger oder unselbständiger Beschäftigung hätten und sich allein aus finanziellen Gründen für selbständige PersonenbetreuerInnen entscheiden müssten.

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