VP-Korosec ad Wehsely: Führung von Krankenhäusern in Verantwortung des Landes

Wien (VP-Klub) - "Die Verantwortung für die medizinische
Versorgung in Krankenhäusern liegt beim Land Wien und nicht bei der Wiener Gebietskrankenkasse", erinnert LAbg. Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, die SP-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely anlässlich deren heutiger Aussagen, Wissenschaftsminister Hahn wäre gegen die Interessen der Wienerinnen und Wiener, an eine ihrer Kernkompetenzen. Die Stadträtin habe genauso wie SP-Gemeinderätin Klicka offenbar vergessen, dass die Prüfung einer etwaigen Überführung des Hanusch-Krankenhauses in den Wiener KAV (Krankenanstaltenverbund) auch Teil des Regierungsübereinkommens sei. "Wissenschaftsminister Hahn fordert die Verantwortlichen der SP-Stadtregierung lediglich dazu auf, sich an Vereinbartes zu halten", rückt Korosec die Fakten zurecht. Inwiefern das Hanusch-Krankenhaus Sache des Bundes sei, sei für die Abgeordnete nicht nachvollziehbar: "Wehsely scheint ihren Aufgabenbereich nicht zu kennen."

Defizit im Hanusch-Krankenhaus wird immer höher

Die WGKK führe als einzige Krankenkasse ein Krankenhaus dieser Dimension, dessen beträchtliches Defizit zur jetzigen Finanzmisere der Wiener Kasse beigetragen habe, so Korosec. Das Hanusch-Krankenhaus fahre jedes Jahr ein pro Bett zehnmal höheres Defizit ein als die Wiener Ordensspitäler. Verglichen mit den großen Schwerpunktkrankenhäusern des KAV wie Wilhelminenspital oder Rudolfsstiftung seien die durchschnittlichen Personalkosten im Hanusch-Krankenhaus um fast 50% höher. "Heuer wird das Hanusch-Krankenhaus bisherige Defizitrekorde abermals brechen. Laut vorliegendem Budget-Voranschlag ist dieses Jahr von einem Minus von 71 Millionen Euro auszugehen", rechnet Korosec vor. Bereits mittelfristig bedeute eine Übernahme des Krankenhauses eine beträchtliche Dämpfung der Gesamtkosten und eine Erleichterung für die WGKK. "Auch die Tatsache, dass die WGKK nun vor dem Verfassungsgerichtshof weitere 47 Millionen Euro von der Stadt Wien einklagt, zeigt, dass es für eine Überführung des Hanusch-Krankenhauses in den KAV höchste Zeit ist", so Korosec abschließend.

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