Mölzer: "Jahr des interkulturellen Dialogs" ist Lackmustest für Slowenien

Laibach muß Diskriminierung der deutschen Altösterreicher beenden und sie als autochthone Minderheit anerkennen

Wien (OTS) - Wenn am kommenden Montag in der slowenischen
Hauptstadt Laibach das "Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs" eröffnet wird, dann sei Slowenien aufgefordert, endlich sein Verhältnis zur autochthonen Restminderheit der deutschen Altösterreicher auf eine korrekte Basis zu stellen, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Laibach hatte bis 1918 einen deutschen Bürgermeister und daß die deutsche Volksgruppe in Slowenien heute nur wenige Tausend Menschen zählt, ist auf die menschen- und völkerrechtswidrigen AVNOJ-Beschlüsse und die Vertreibungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit zurückzuführen", merkte Mölzer an.

Während die Kärntner Slowenen, so der freiheitliche EU-Mandatar, zu den europaweit am besten geschützten und geförderten Minderheiten zählen, sei die deutsche Volksgruppe in Slowenien trotz des österreichisch-slowenischen Kulturabkommens noch immer vielfältigen Diskriminierungen im täglichen Leben ausgesetzt. "Daher ist Slowenien, das nun den EU-Vorsitz innehat, aufgefordert, diesen Zustand zu beseitigen und die Altösterreicher endlich als autochthone Minderheit anzuerkennen", forderte Mölzer.

Zum "Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs" selbst merkte der freiheitliche Europaparlamentarier an, daß außer dem üblichen politisch korrekten Geschwätz von der angeblichen Bereicherung durch die Massenzuwanderung nicht viel zu erwarten sei. "In Sonntagsreden beschwört die EU-Polit-Nomenklatura den Wert der kulturellen Vielfalt Europas. Allerdings meint sie damit nicht die historisch gewachsenen Völker Europas, sondern die multikulturelle Utopie, die durch die Massenzuwanderung verwirklicht werden soll", schloß Mölzer.

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