BZÖ fordert offizielle Reisewarnung des Außenministeriums für Kenia

Unschuldige Urlauber dürfen nicht zu Opfern werden

Wien 2007-02-03 (OTS) - BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz fordert Reisewarnung des Außenministeriums für Kenia. "In den letzten Tagen haben sich verzweifelte Urlauber an das Bürgerservice des BZÖ gewandt, denen eine Stornierung eines bereits gebuchten Kenia-Urlaubes unter Hinweis auf die fehlende Reisewarnung des Außenministeriums von den Reisebüros verweigert wurde. Täglich neue Rekordzahlen an Toten, schockierende Bilder und das Außenministerium lässt die Urlauberinnen und Urlauber mit ihren Ängsten im Stich", betont Grosz, der auch an die Reisebüros appelliert wenigstens Umbuchungen von Urlauben in ein anderes, sicheres Land zu ermöglichen. Es gebe zwar Medienberichte über Gnadenkulanz mancher Reisebüros, die Bürger die sich an das BZÖ gewandt haben, verneinen dies aus eigener Erfahrung aber.

Es sei absurd wenn das Außenministerium auf seiner Homepage wortwörtlich von einer "HOHEN SICHERHEITSGEFÄHRDUNG im gesamten Land" spricht. Weiters wird den Urlaubern folgender Inhalt mitgeteilt: "Die Lage nach den am 27. Dezember 2007 abgehaltenen Wahlen ist äußerst gespannt. In Nairobi und anderen Teilen des Landes kam es zu gewaltsamen Unruhen, die auch eine Reihe von Todesopfern forderten. Auch von Touristen frequentierte Landesteile wie die Küste und der Masai Mara Nationalpark sind von der instabilen Situation betroffen. Den sich in Kenia aufhaltenden Österreichern wird geraten, nach Möglichkeit keine Reisebewegungen innerhalb Kenias durchzuführen und die weitere Lage am derzeitigen Ort des Aufenthaltes abzuwarten. Wahlversammlungen auf öffentlichen Plätzen und Demonstrationen sollten unter allen Umständen gemieden werden. Auf Grund der nicht vorhersehbaren Lage wird derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Kenia abgeraten. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko in einem bestimmten Gebiet begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen."

"Laut Außenministerium sind Touristengebiete von den Unruhen betroffen und es wird von nicht notwendigen Reisen nach Kenia abgeraten. Gleichzeitig weigert sich Außenministerin Plassnik aber, eine Reisewarnung auszusprechen und damit die rechtliche Grundlage dafür zu schaffen, dass zu Recht besorgte Urlauber ihre Reisen nach Kenia ohne finanzielle Verluste stornieren können. Viele Menschen haben jahrelang gespart, um sich diese reise leisten zu können und haben jetzt blanke Angst davor haben in dieses Krisengebiet zu reisen", berichtet Grosz. "Frau Außenministerin, verhängen sie die Reisewarnung, denn es ist angesichts der immer mehr eskalierenden Gewalt und der beginnenden Stammeskonflikte unverantwortlich, Urlauber vor die Wahl zu stellen, entweder auf ihren Urlaub mit damit verbundenen großen finanziellen Verlusten zu verzichten oder in ein gefährliches Krisengebiet zu reisen. Auch der österreichische Botschafter in Kenia warnt vor einer Reise nach Kenia. Deshalb, Reisewarnung jetzt", fordert Grosz.

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