Kalina: Grillitsch ist Stimme der Großgrundbesitzer und nimmt Kleinbauern in Geiselhaft

Transparenz und Effizienz bei Förderungen ein Muss; 20 Jahre ÖVP-Landwirtschaftsminister ein Desaster

Wien (SK) - "Die Österreicherinnen und Österreicher haben ein Recht auf Transparenz bei den öffentlichen Fördergeldern, auch im Bereich der Landwirtschaft", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina am Sonntag. Die Aufgeregtheit und Nervosität von ÖVP-Bauernchef Grillitsch rund um die Aufklärung des SPÖ-Agrarsprechers Kurt Gassner über die Agrar-Förderungen sei nicht nachvollziehbar. "Grillitsch", so Kalina gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, "setzt sich vor allem für die Großgrundbesitzer ein und nimmt dabei die Kleinbauern in Geiselhaft. Die SPÖ dagegen steht auf der Seite der kleinen Landwirte, die es nicht mehr widerspruchslos ertragen, dass einige wenige die Fördertöpfe allein leeren". ****

"Die ökologische und volkswirtschaftliche Effizienz muss bei den Fördervergaben gesichert sein", sagte Kalina. "Sei es zur aktuellen Diskussion um die Zuschüsse für Biogas-Anlagen oder zu den massigen EU-Geldern für Großgrundbesitzer, die nichts mit sinnvoller Förderung ökologischer Landwirtschaft auf der Basis von Familienbetrieben zu tun haben", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Das Ergebnis von 20 Jahren ÖVP-Landwirtschaftsminister bedeute, dass jeden Tag dreizehn Landwirte für immer die Hoftür schließen müssen.

"Die Menschen haben ein Recht auf Transparenz und Gerechtigkeit, wenn es um die Vergabe ihrer Steuergelder geht", legte Kalina dar. "Ohne Prüfung der volkswirtschaftlichen und ökologischen Effizienz etwa von Biogas-Anlagen, können auch dafür keine außerordentlichen Förderungen vergeben werden, die aus den Taschen der österreichischen Stromkunden stammen", sagte Kalina.

Der hetzerische Ton in der heutigen Grillitsch-Aussendung, so Kalina, zeige, dass die Kritik am ÖVP-Bauernbund-Chef "nur allzu berechtigt" ist. Er, Kalina, habe niemals den Landwirten Vorwürfe gemacht, seine Kritik habe sich ausschließlich an die Person Grillitschs gerichtet und an dessen Ton, den er seit Jahren gegenüber der SPÖ anschlägt. "Gerade als Bauernvertreter muss Grillitsch aber wissen: Wie man in den Wald hinein ruft, schallt es zurück", schloss Kalina. (Schluss) gd

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