Maier: Gefahren durch Feuerwerkskörper nicht unterschätzen

Zahl der Unfälle mit Personen- und Sachschäden 2006 gestiegen - Kdolsky redet Problem klein

Wien (SK) - Wien (SK) Anlässlich des bevorstehenden Jahreswechsels warnt SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier davor, die mit der Benützung von Feuerwerkskörpern verbundenen Gefahren zu unterschätzen. Maier wies darauf hin, dass die Zahl der Verletzungen und Schäden im Jahr 2006 im Vergleich zum Jahr davor erheblich gestiegen ist. So wurden 2006 24 Unfälle mit Personenschaden (2005:
18) und insgesamt 82 Unfälle mit Sachschaden durch Feuerwerkskörper angezeigt (2005: 37). Aus Sicht des SPÖ-Politikers ist zu befürchten, dass die Probleme durch die Verwendung von illegalen Produkten wie so genannter "Polen-Böller", die enorme Sprengkraft haben, noch zunehmen werden. ****

In Österreich werden über 10 Mio. Euro um Silvester für den Kauf von Feuerwerkskörper umgesetzt. "Da Feuerwerkskörper vom Handel immer früher angeboten werden, kracht es auch immer früher, bereits Tage vor Silvester", so Maier am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Ab diesem Zeitpunkt gebe es auch die bekannten Probleme, wie Unfälle und Brände, wie aktuelle Fälle wieder zeigen.

Maier sieht ein Problem darin, dass die Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes und der Pyrotechnik-Lagerverordnung 2004 weiterhin nicht eingehalten werden. So beliefen sich die Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz im Jahr 2006 weiter auf hohem Niveau (880 Anzeigen 2006; 2005: 1.034, 2004: 747). Anlässlich des Jahreswechsels 2006/2007 gab es im Vergleich zu anderen Silvesterfeiern den Spitzenwert von 819 Anzeigen (2005/2006: 754, 2004/2005: 436). Eine noch deutlichere Sprache sprechen die Zahlen über gerichtliche Strafanzeigen zu Silvester 2006/07. So gab es 226 gerichtliche Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung (2005/2006: 146, 2004/2005: 154) dies bedeutet eine Steigerung von über 54 Prozent. Weiters gab es 39 gerichtliche Strafanzeigen wegen Körperverletzung.

Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung müsse oberste Priorität haben, die bestehenden Verbote auch konsequent zu exekutieren. Hier ist die Polizei gefordert. Sehr bedauerlich sei, so Maier, dass auch Gesundheitsministerin Kdolsky das Problem klein redet und in einer aktuellen Anfragebeantwortung das gesundheitliche Risiko als "gering" einschätzt und wenig Handlungsbedarf sieht. Die Zahl von rund 100- 200 spitalsbehandelten Personen und die wirkliche Anzahl der Verletzten jährlich widerspricht dieser Einschätzung. Notwendig ist, aus Sicht der SPÖ, nicht nur eine Unfallursachenforschung, sondern auch eine systematische Erhebung aller Unfälle, deren Anzahl sowie die Art der Verletzungen.

Der SPÖ-Politiker hofft deshalb, dass wenigstens eine neue europäische Richtlinie verbesserte Sicherheitsstandards bringt. Hier sei allerdings anzuzweifeln, ob die vorgesehene CE-Kennzeichnung für Feuerwerkskörper zur Verbesserung des Sicherheitsstatus auch ausreichend ist. "Das CE-Zeichen ist keine Sicherheitszeichen", so der SPÖ-Abgeordnete anschliessend.(Schluss) ps/ar

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