Ab 1. Jänner Obergrenze für Rezeptgebühren

Obmann Hutter: "Menschen mit hohem Medikamentenbedarf und geringem Einkommen werden spürbar entlastet"

St. Pölten (OTS) - Derzeit zahlt man für jedes Krankenkassen-Medikament in der Apotheke eine Rezeptgebühr von 4,70 Euro (ab dem 1. Jänner 2008 4,80 Euro). Eine Befreiung gab es bisher nur für Personen mit geringem Einkommen, die entweder eine Ausgleichszulage bezogen haben oder aufgrund eines Antrags wegen eines Einkommens unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz befreit wurden. Ab 1. Jänner 2008 gibt es zusätzlich noch eine Befreiungsmöglichkeit:
Jeder Versicherte muss nur so lange die Rezeptgebühr zahlen, bis er im laufenden Kalenderjahr mit diesen Zahlungen einen Betrag von zwei Prozent seines Jahresnettoeinkommens erreicht. Danach ist er für den Rest des Kalenderjahres von der Rezeptgebühr befreit. Obmann Hutter:
"Speziell Menschen mit hohem Medikamentenbedarf und geringem Einkommen werden damit spürbar entlastet."

Wie funktioniert's? Für jeden Versicherten wird künftig ein Konto der bezahlten Rezeptgebühren geführt. Auf der einen Seite wird das Nettoeinkommen verbucht, auf der anderen Seite werden die im laufenden Jahr bezahlten Rezeptgebühren addiert. Sobald diese eine Summe von zwei Prozent des Nettoeinkommens erreichen, tritt für das restliche Kalenderjahr ohne Antrag eine Befreiung ein. Die Befreiung wird dem Arzt über das e-card-System beim Ausstellen des Rezeptes angezeigt. Der Arzt vermerkt die Befreiung auf dem Rezept, der Versicherte muss in der Apotheke keine Rezeptgebühr mehr bezahlen.

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