Neues Volksblatt: "Halbe Sache" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 21. Dezember 2007

Linz (OTS) - Während sich Österreich wieder in Debatten um Bleiberechte verbeisst, bleibt die unverzichtbare zweite Hälfte jeglicher Zuwanderungs- bzw. Ausländerpolitik krass unterbelichtet. Denn seriöse Migrationspolitik verlangt mehr als - je nach Standort -Signale der Offenheit oder Restriktion an das angepeilte Wählerklientel. Das unverzichtbare Ergänzungsmodul namens Integrationspolitik, ohne das Ausländerpolitik nicht einmal eine halbe Sache bleibt, kommt aber nach wie vor zu kurz. Da geht es natürlich auch um Selbstverständliches wie die Verpflichtung zur Achtung vor der heimischen Rechts- und Gesellschaftsordnung. Nicht minder sind aber Unterstützungen durch die Mehrheitsbevölkerung gefragt - von Maßnahmen gegen eigene Ausländerghettos in Kommunen über Integrationsbeauftragte auf allen Ebenen bis hin zum Ausbau der nach wie vor ungenügenden und zu teuren Deutschkurs-Angebote. Der gewünschte Erwerb der deutschen Sprache verlangt freilich auch entsprechende schulische Angebote zum korrekten Erlernen der Muttersprache. Denn es ist wissenschaftlich belegt, dass nur, wer diese wirklich beherrscht, auch zusätzliche Sprachen erlernen kann.

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