Die Braut ist geschmückt - Energie AG-Kunden zahlen Börsegang!

Landesrat Dr. Hermann Kepplinger zum Jahresabschluss 2006/07 der Energie AG

Linz (OTS) - Wie kann man aus 4 Prozent Umsatzwachstum 70 Prozent Ergebniswachstum machen? Ganz einfach, man wechselt die Unternehmensstrategie vom Versorgungsziel, also vom Versorgungsauftrag für die oberösterreichische Bevölkerung, zum Dividendenziel, also zum Versorgungsauftrag für die Aktionäre.

Dazu Landesrat Hermann Kepplinger:
"Der Jahresabschluss 2006/07 der Energie AG hat die schlimmsten Befürchtungen der SPÖ, in welchem Ausmaß die Energie AG ihre Quasimonopolstellung zur Gewinnerzielung und damit zum Nachteil ihrer Kunden ausnützen kann, bei weitem übertroffen."

Das Segment Entsorgung ist nur im Bereich der Umsätze der Wachstumsmotor der Energie AG. Der Ergebnisbringer und damit nach wie vor die Cash-Cow des Konzerns ist ausschließlich der Bereich Energie. Die Energie AG hat die Rentabilität des Stromgeschäftes im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Auch wenn man um Einmaleffekte bereinigt, beträgt die Steigerung immer noch mehr als 20 Prozent.

Interessant sind auch die Investitionen: Die Energie AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 265,9 Millionen Euro investieren können, obwohl die Finanzschulden um 33,7 Millionen Euro abgebaut werden konnten. Kein Wunder, denn der Cash Flow aus dem operativen Bereich hat 2006/07 satte 311 Millionen Euro gebracht.

Was heißt das alles?
1. Die Stromgewinne konnten massiv erhöht werden. Heuer profitiert nur das Land Oberösterreich und damit seine Bevölkerung vom Gewinnwachstum, das die Stromkunden zahlen. Ab nächstem Jahr gehören die Gewinne allen Aktionären.

2. Die oberösterreichischen Stromkunden zahlen also die Gewinne , die zukünftig aufgrund der Dividendenerwartung an der Börse notwendig sind.

3. Das Märchen, dass die Energie AG die ihr versprochenen läppischen 170 Millionen Euro aus dem Börsegang für die Unternehmensentwicklung braucht, ist spätestens jetzt völlig unglaubwürdig geworden.

4. Eine teurere Möglichkeit als den Börsegang der Energie AG hätte der Landeshauptmann zum Stopfen seiner Budgetlöcher nicht mehr finden können.

Kein Wunder also, dass die oberösterreichische Bevölkerung mehrheitlich gegen den Börsegang ist und sich ÖVP und Grüne vor der Bürgerbefragung dermaßen fürchten, dass sie dafür sogar ein schweres demokratiepolitisches Foul begehen.

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